Angebotsplanung
Postkartenaktion überrascht mit überwältigendem Erfolg
Ein ursprünglich lokaler Aufruf des Caritas-Pflegezentrums St. Barbara in St. Ingbert entwickelte sich zu einer bundesweiten Postkartenaktion. Innerhalb weniger Tage erhielten die Bewohner über 400 Karten aus aller Welt.
Urlaubserlebnissen, Informationen über Sehenswürdigkeiten oder auch
guten Wünschen.
Ein ursprünglich lokaler Aufruf des Caritas-Pflegezentrums St. Barbara in St. Ingbert entwickelte sich zu einer bundesweiten Postkartenaktion. Innerhalb weniger Tage erhielten die Bewohner über 400 Karten aus aller Welt.
Von kleiner Initiative zur viralen Aktion
Was als Aushang für Angehörige begann, erreichte durch soziale Medien tausende Menschen. Laut der Sozialdienstleiterin Evelyne Bahr übernahm das Team die Idee vom Caritas-Altenzentrum Heilig Geist in Frankenthal, das 2016 ein ähnliches Projekt startete. Der Aufruf „St. Barbara geht auf Reisen – und Sie nehmen uns mit!“ sollte den Heimbewohnern ermöglichen, zumindest in Gedanken zu verreisen.
Weltweite Resonanz bringt Abwechslung in den Alltag
Die Postkarten erreichen das Heim mittlerweile von der Nord- und Ostsee, aus europäischen Nachbarländern und sogar aus Afrika, Indien, Thailand und Hawaii, wie die Einrichtung mitteilt. Die handgeschriebenen Grüße enthalten Urlaubserlebnisse, Informationen zu Sehenswürdigkeiten und persönliche Wünsche. Einige Absender zeigten besonderes Engagement: Eine Bremerin gestaltete ein eigenes Album, andere Unterstützer brachten Sammelordner oder gleich mehrere Dutzend Karten vorbei.
Erinnerungen werden wieder lebendig
Die Mitarbeiterinnen Rita Schmitt und Cäcilia Gutheil berichten, dass die gemeinsamen Vorlesestunden die Bewohner aktivieren. Die 86-jährige Hildegard Hellenthal erzählt von eigenen Reisen nach Frankreich und Kreta mit ihren drei Kindern. Laut den Betreuerinnen blühen viele Senioren während der Kartenrunden regelrecht auf und teilen ihre persönlichen Urlaubserinnerungen.
Nachhaltige Wirkung erhofft
Die Sozialdienstleiterin Bahr wünscht sich, dass die Aktion andere Einrichtungen inspiriert. Nach ihrer Einschätzung zeigt die große Resonanz ein starkes gesellschaftliches Bedürfnis, älteren Menschen Freude zu bereiten und Einsamkeit zu lindern. Die Bewohner planen bereits, einzelnen Absendern zu antworten, die ihre Adressen hinterlassen haben. (dpa)
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