Angebotsplanung
Wie Tablets digitale Teilhabe ermöglichen
Elena Hilgenberg vom Sozialen Dienst der Marienheim Essen-Überruhr gGmbH hat Tablets erfolgreich in den Betreuungsalltag integriert. In der aktuellen Ausgabe spricht sie mit der Redaktion über Einsatzmöglichkeiten und Angebote.
Wie Tablets digitale Teilhabe ermöglichen: Im Rahmen des Projekts „Digitale Teilhabe“ der Stiftung Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen haben Tablets in der Betreuungsarbeit eine feste Rolle eingenommen. Elena Hilgenberg erklärt, wie diese Technologie das Leben der Bewohner:innen bereichert und welche positiven Effekte sich daraus ergeben.
Einsatzmöglichkeiten der Tablets
Die Einführung der Tablets begann während der Corona-Pandemie, als Kontaktbeschränkungen und Besuchsverbote den Alltag stark einschränkten. Tablets ermöglichten den Bewohnenden, über Skype und Zoom mit ihren Angehörigen in Kontakt zu bleiben. Mit der Zeit haben sie mit den Betreuungskräften gelernt, das Internet für verschiedene Aktivitäten zu nutzen, wie das Auffrischen von Kindheitserinnerungen durch das Betrachten alter Fotos, das virtuelle Reisen zu neuen Orten, das Anschauen von Konzerten und Gottesdiensten, sowie das Finden von neuen Ideen für Handarbeiten. Beliebte Beschäftigungen sind auch verschiedene Spiele, die das Gedächtnis und die Wortfindung fördern.
Individuelle und Gruppenangebote
Die Nutzung der Tablets erfolgt im Marienheim sowohl individuell als auch in Gruppen. Einige Bewohner:innen bevorzugen die alleinige Nutzung oder den Einsatz mit Unterstützung der Mitarbeitenden. Andere schätzen die Gruppenangebote, um sich auszutauschen und gemeinsam Spaß zu haben. Jede Woche gibt es für jeden Wohnbereich ein Gruppenangebot, um die Gemeinschaft zu fördern und den Umgang mit der Technik zu erleichtern.
Heranführung an die Technik
Hilgenberg betont im Interview, dass das Vorzeigen und Vormachen entscheidend war, um den Bewohner:innen die Angst vor der neuen Technologie zu nehmen. Anfangs hatten viele Sorge, etwas falsch zu machen oder versehentlich Einkäufe zu tätigen. Durch geduldige Anleitung und positive Erfahrungen haben die Senior:innen jedoch schnell Vertrauen gewonnen und Freude an der Nutzung der Tablets entwickelt. Besonders motivierend ist für sie das Gefühl, immer besser und selbstständiger im Umgang mit der Technik zu werden.
Das Interview lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Weitere Ideen für die Angebotsplanung finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.
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