Demenz

UKGM-Experten: So lassen sich Demenz und Schlaganfall verhindern

Jährlich erkranken 570.000 Menschen neu an Demenz oder Schlaganfall. Dabei wären die meisten Fälle vermeidbar, sagen Neurologen des Universitätsklinikums Gießen.

Mitarbeiterin und Bewohnerin mit gefülltem Teller
Neben Ernährung und Übergewicht, gehören vor allem Bluthochdruck, Diabetes, hohe Blutfette, Rauchen, Bewegungsmangel, Schlafstörungen, übermäßiger Alkoholkonsum und anhaltender Stress zu den Demenz begünstigenden, aber beeinflussbaren Faktoren. Foto: Werner Krüper

Das Rhön-Klinkum zeigt auf, wie man das Gehirn als wichtigstes Organ schützt. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 300.000 Menschen neu an Demenz und 270.000 erleiden einen Schlaganfall. Laut Prof. Dr. Heidrun Krämer-Best, kommissarische Direktorin der Neurologie am Universitätsklinikum Gießen, sind diese Erkrankungen nicht schicksalhaft. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie schätzt: 70 Prozent der Schlaganfälle und 45 Prozent der Demenzen wären durch Kontrolle der Risikofaktoren vermeidbar.

Die wichtigsten beeinflussbaren Faktoren sind Bluthochdruck, Diabetes, hohe Blutfette, Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Schlafstörungen, übermäßiger Alkoholkonsum und anhaltender Stress.

Besonders im mittleren Lebensalter entscheidet sich die Widerstandsfähigkeit des Gehirns im Alter.

Ein gesunder Lebensstil mit regelmäßiger körperlicher Aktivität, mediterraner Ernährung, Rauchstopp und guter Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin kann das Demenzrisiko um das Fünffache reduzieren. Auch geistige Aktivität, soziale Kontakte und ausreichend Schlaf tragen zur Hirngesundheit bei.

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