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Hund, Pferd, Alpaka: Was tiergestützte Therapie leistet

Der Kontakt mit Hunden, Pferden oder Alpakas kann bei Demenz, Depressionen und Angststörungen positive Effekte erzielen. Experten erklären Chancen und Grenzen tiergestützter Therapien und Interventionen.

Betreuerin mit Hunden beim Bewohner im Bett
Wichtig ist, mit der Therapeut:in im Vorfeld abzusprechen, was möglich ist. Foto: Werner Krüper

Was tiergestützte Therapie bedeutet

Unter tiergestützte Therapie versteht man eine geplante und zielgerichtete therapeutische Maßnahme, bei der speziell ausgebildete Tiere fester Bestandteil der Behandlung sind. Sie wird von qualifizierten Fachkräften aus der Psychotherapie, Ergotherapie oder Physiotherapie durchgeführt und verfolgt konkrete, dokumentierte Therapieziele. Übergeordnet spricht man von tiergestützten Interventionen. Dazu zählen neben der Therapie auch pädagogische Angebote und tiergestützte Aktivitäten, bei denen Tiere etwa in Schulen oder Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden.

Positive Effekte bei Demenz und anderen Erkrankungen

Wissenschaftliche Studien liefern Hinweise darauf, dass sich im Rahmen tiergestützter Therapie Verbesserungen bei Depressionen, Angststörungen oder Stresssymptomen beobachten lassen. Auch bei Autismus oder Demenz gibt es Studien, die darauf hindeuten, dass Tiere helfen können, mehr Ruhe zu finden, die Stimmung zu stabilisieren oder soziale Kontakte zu erleichtern. Erklärt werden die positiven Effekte unter anderem mit der Wirkung von Hormonen. Studien zeigen, dass Menschen im Kontakt mit Tieren das Hormon Oxytocin ausschütten. „Wenn wir derart entspannt sind, können wir schneller eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen oder mehr Motivation aufbringen“, sagt Andrea Beetz, Professorin für Heilpädagogik an der IU Internationale Hochschule und Präsidentin der International Society for Animal Assisted Therapy (ISAAT).

Seriöse Anbieter erkennen

In tiergestützten Therapien kommen häufig Hunde und Pferde zum Einsatz. Aber auch Esel, Alpakas und Lamas können bei tiergestützten Interventionen unterstützen. Grundvoraussetzung ist die Einhaltung von Tierschutzrichtlinien. Beim Bundesverband Tiergestützte Intervention oder den Dachverbänden ISAAT und ESAAT sind Anbieter mit entsprechender Grund- und Zusatzausbildung aufgeführt. „Achten Sie immer auf den Grundberuf, also etwa einen staatlich zugelassenen Ergotherapeuten, der eine Zusatzausbildung für seinen therapeutischen Tiereinsatz hat“, rät Andrea Beetz. Die Kosten für den Einsatz des Tieres werden von Krankenkassen häufig nicht erstattet.

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