Biografiearbeit

Virtuell reisen und entspannen

Einfach reisen, ohne den Koffer zu packen: Sobald die Virtual-Reality-Brille aufgesetzt ist, kann das Abenteuer beginnen. Dann geht es an Traumstrände, zum Tauchen mit Delfinen oder zu geführten Atem- und Einschlafübungen. Wie die solche Innovationen zum Gewinn für Betreute und Betreuende wird, erprobt der gemeinnützige Verein Wir sind Altenpflege in Workshops mit Einrichtungsteams.

Senior mit VR-Brille; AdobeStock/wavebreakmediaMicro
Foto: AdobeStock/wavebreakmediaMicro Der gemeinnützige Verein Wir sind Altenpflege gibt Teams in Pflegeeinrichtungen die Chance, Virtual Reality kennenzulernen und sie auszuprobieren. So entsteht digitale Teilhabe ohne Vorkenntnisse. Die Brillen lassen sich intuitiv bedienen und funktionieren ohne Internetverbindung.

Armando Sommer, Erster Vorsitzender der Wir sind Altenpflege e. V., stellt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren das Potenzial von Virtual-Reality-Brillen vor. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Mitarbeitenden der Sozialen Betreuung die vielseitigen Einsatzbereiche virtueller Welten zu erkunden. Er entwickelt Ideen, um mit Kolleginnen und Kollegen solche digitalen Angebote in den Pflege- und Betreuungsalltag zu integrieren. Mit gelungenen Konzepten können Synergien geschaffen werden. Auch die Mitarbeitenden profitieren von einer solchen Auszeit.

Behutsam an die Technik heranführen

Im ersten Schritt lernen Betreuende die Virtual Reality kennen. Sie testen die Themenwelten und machen ihre Erfahrungen. Gemeinsam mit dem Workshopleiter wird diskutiert, für welches Klientel Virtual Reality geeignet ist und in welchen Wohnbereichen oder Versorgungsformen ein Einsatz infrage kommt. Erste Erfahrungen sammeln die Teilnehmenden in Begleitung. Dabei wird vor allem auf die Ansprache der Nutzer durch die Betreuten geachtet. Ein Heranführen und vor allem auch ein behutsamer Ausklang sind entscheidend. Niemandem darf die Brille einfach ohne Vorwarnung abgenommen werden.

“Der Einsatz der Brillen selbst ist denkbar einfach”, schreibt Sommer in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren. Die Betreuten werden persönlich angesprochen und gefragt, wie es wohl wäre, mal in das Schweizer Hochgebirge aufzusteigen. „Mögen Sie die Berge, oder wollen Sie eher einen Sandstrand auf einer einsamen Insel erleben?“ Erklärt werden kann die Brille mit Worten wie: „Mit dieser Brille sind Sie mittendrin statt nur dabei. Sie tauchen ein in eine andere Welt und können ganz bequem von Ihrem Sessel aus reisen.“

Wie virtuelle Reisen gezielt für die Biografiearbeit genutzt werden können oder als Entspannungsrituale im Tagesablauf die Betreuung bereichern steht in der aktuellen Aktivieren.

Weitere Ideen für die Biografiearbeit finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist für Abonnenten der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.

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