Demenz
Video: Mit weniger Psychopharmaka zu mehr Lebensqualität
Im Projekt OPESA haben sich 16 Projekteinrichtungen zwei Jahre auf den Weg gemacht, die Psychopharmakagabe an ihre Bewohner:innen stark zu reduzieren. Denn häufig ist ihr Einsatz unbegründet oder findet über einen zu langen Zeitraum statt. Das wollten die Projektverantwortlichen der Diozesan-Caritasverbände Köln und Paderborn ändern und hatten Erfolg: mit einer person-zentrierten Haltung und dem Einbezug aller am Prozess Beteiligten – von den Ärzten und Apotheken, allen Berufsgruppen im Heim bis hin zu den Angehörigen.
Mit weniger Psychopharmaka zu mehr Lebensqualität: Im Video sprechen Ulrike Hackenholt von der Caritas Paderborn und Lydia Kassing, Heimleitung und PDL im Resi-Stemmler-Haus der Stiftung Marien-Hospital, Euskirchen, von ihren Erfahrungen. Die Verweildauer von rund 36 Monaten im Resi-Stemmler-Haus, in dem ausschließlich Menschen mit Demenz leben, bringt laut Kassing Ruhe in die Teams. Und durch den beinahe-Verzicht auf Psychopharmaka stürzen ihre Bewohner:innen kaum noch. Auch Hackenholt weiß: „Es ist Augenwischerei, wenn wir meinen, dass wir uns mit Psychopharmaka die Arbeit erleichtern.“ Ihr Appell an alle Einrichtungen, die einen ähnlichen Weg einschlagen möchten: „Sie werden Ihre Arbeit besser machen.“
Wer den AltenpflegeKongress in Würzburg verpasst hat, hat die Chance, Lydia Kassing und Ulrike Hackenholt oder ihre Kolleg:innen sowie namhafte Referent:innen bei den nächsten Terminen im Februar und März zu erleben und mit ihnen in den Austausch zu gehen.
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