Biografiearbeit

Reisen ohne Koffer – vom Mittelgebirge in die weite Welt

Im Samariterstift in Aalen nehmen Betreuungsleitung Nicole Petre und ihr Team die Bewohner:innen immer wieder mit in Urlaubsregionen nah und fern. Diese Reiseerlebnisse gehören zu den beliebtesten Aktivierungsideen.

alte Koffer auf dem Autodach
Aus zahlreichen Gesprächen erfahren die Betreuungskräfte von früheren Reisezielen der Bewohner:innen. Das Team nimmt diese Themen in unregelmäßigen Abständen ins Jahresprogramm auf. Foto: Fotolia/Oleg Malyshev

Reisen ohne Koffer – vom Mittelgebirge in die weite Welt: Egal, ob die Teilnehmenden allein, in der Familie oder mit der Gruppe gereist sind – all diese Situationen wecken biografische Erinnerungen und machen jede Runde zum Kommunikationserlebnis, weiß Betreuungsleitung Nicole Petre. „Erfahrungen und Erlebnisse werden ausgetauscht. Es entsteht ein lebhaftes Miteinander.“

Die Betreuungsfachkraft hat den Reisebogen schon sehr weit gespannt. Angefangen hat sie mit dem Schwarzwald, hat sie Aktivieren-Autorin Maria Metzger erzählt. Auf dem Tisch liegen Bilder von einem Schwarzwaldhaus, ein Bewohner hat die Kuckucksuhr aus seinem Zimmer mitgebracht, der Schwarzwälder traditionelle „Bollenhut“, ein mit roten Wollkugeln verzierter Strohhut, liegt gleich daneben. Ein Reiseführer vom Schwarzwald sowie Naturaufnahmen der großen Tannen liegen ebenfalls bereit. „Sofort erkennen die Bewohner:innen, wohin die Reise geht. Die Zeit scheint still zu stehen, denn die Reiseerinnerungen werden immer lebendiger“, schreibt Metzger in der Juli-Augabe von Aktivieren.

Mitbringsel liefern Schlüsselreize

Dieses besondere Aktivierungserlebnis im Samariterstift in Aalen erfahren die Bewohner:innen immer wieder in ganz unterschiedlicher Form. Häufig sind es die Urlaubsreisen, die die Betreuungsleitung oder ihr Team in die nähere Umgebung oder in die weite Welt führen. Kleinigkeiten, die sie dann in den unterschiedlichen Urlaubsregionen gekauft haben und mitbringen, sind wertvolle Schlüsselreize, um die Gedanken der Bewohner:innen dorthin zu lenken. „Aber auch Erzählungen der Teilnehmenden, wohin sie früher gereist sind, greift das Team auf“, weiß Maria Metzger.

Essen aus den Urlaubsregionen rundet das Angebot ab

Grundsätzlich gibt es bei jeder Reiseaktivierung ein passendes Essen. Denn das rundet das Thema ab. Ob es bei dem österreichischen Nachmittag eine Sacher- oder Linzertorte ist, die gekauft oder am Tag zuvor gemeinsam zubereitet wird oder ein italienisches Gericht wie Lasagne serviert wird. Das Essen ist immer eine wichtige Ergänzung. Der rechtzeitige Blick auf den Küchenplan kann diese Reiseaktivierung ohne zusätzlichen Aufwand ergänzen.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Weitere sommerliche Ideen für die Betreuung finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.

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