Demenz
KI-Avatar will Fragen von Demenzbetroffenen beantworten
Das Projekt „Alzheimer’s Intelligence“ will zeigen, wie eine intelligentere KI Betroffene stärken und verschiedenen Gemeinschaften eine Stimme bei zukünftigen Innovationen geben kann.
KI-Avatar will Fragen von Demenzbetroffenen beantworten: Das Technologieunternehmen Lenovo™ auf der Lenovo Tech World in Zusammenarbeit mit Innovations in Dementia „Alzheimer’s Intelligence“ vorgestellt. Es handelt sich um einen fotorealistischen 3D-Avatar mit benutzerdefinierter KI. Er basiert auf den Erfahrungen von Menschen mit Demenz und Alzheimer. Das Projekt will Menschen und Familien, die mit der Diagnose Demenz konfrontiert sind, rund um die Uhr Zugang zu einem Konversations-Avatar ermöglichen. Dieser soll kuratierte Ratschläge geben, „bei denen Genauigkeit, Privatsphäre und Mitgefühl im Vordergrund stehen“, wie es die Pressemitteilung formuliert..
„Die KI-Fortschritte in der Initiative „Alzheimer’s Intelligence“ von Lenovo zeigen, wie Technologie das Potenzial hat, die menschliche Interaktion zu verbessern, und ein wertvolles Instrument zur Unterstützung von Menschen mit Demenz bietet, sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft“, sagte Dr. David Llewellyn, Professor of Clinical Epidemiology and Digital Health.
Erfahrungen von Menschen mit Demenz ermöglichen natürliches Gespräch
Mit dieser ersten Anwendung ihrer Art leiste Lenovo Pionierarbeit bei der Nutzung von KI, heißt es in der Meldung. Die kombinierte Technologie aggregiert laut Pressetext Erfahrungen und Ratschläge aus erster Hand von Hunderten von echten Menschen, die mit Demenz und Alzheimer leben. Das Ergebnis sei ein reaktionsschneller, fotorealistischen 3D-Avatar. Dieser könne ein ungeschriebenes, natürliches Gespräch führen. „Mit diesem Konzeptnachweis ist eine Person, bei der Demenz diagnostiziert wurde, nur einen Klick von einer Echtzeit-Gesprächsressource und -hilfe entfernt“, versprechen die Entwickler.
Avatar „Liv“ ist inspiriert von realen Demenzbetroffenen
Der Avatar wurde aus einer Zusammenstellung von Bildern von zehn Menschen mit Demenz und Alzheimer erstellt. Ausgehend von der Ausgangsposition jedes Bildes extrapolierte die generative KI Gesichter für mehrere tausend weitere Ausdrücke und Blickwinkel, die von der Person inspiriert waren. Diese wurden dann zu einem Datensatz zusammengefasst, der mit dem Gesicht eines gefilmten Darstellers verschmilzt, um das Bild von „Liv“, dem KI-Avatar, zu erzeugen.
So funktioniert der Avatar
Und so erklärt Lenovo die Funktionsweise: Ein großer Sprachmodell-Datensatz (LLM) mit den Ratschlägen, die Liv erteilen kann, wurde auf der Grundlage von Daten erstellt, die direkt aus den Erfahrungen von Menschen mit Demenz stammen. Darunter sind Einträge aus dem Projekt Dementia Diaries von Innovations in Dementia und ausführliche Panel-Interviews. Jedes Mal, wenn ein Benutzer eine Frage stellt (über Spracherkennung), fragt das LLM den Datensatz ab, um textbasierte Antworten auf die Frage des Benutzers zu geben. Die Antworten werden in der Sprache der für Liv erstellten „Persona“ ausgedrückt. Sie basieren auf der für Liv erstellten Wissensdatenbank. Die Antworten werden dann mit einem für das Projekt erstellten Vokalsynthesizer geäußert. Die „Sentimentanalyse“ wird verwendet, um das zugrunde liegende Gefühl der Antwort zu analysieren, das sich im Gesichtsausdruck der KI widerspiegelt, wenn sie spricht. Schließlich wird eine visuelle KI in 4K-Echtzeit verwendet, um die vom Sprachsynthesizer erzeugte Sprache in Echtzeit erscheinen zu lassen.
Alzheimer’s Intelligence wird es Menschen, bei denen kürzlich Demenz diagnostiziert wurde, ermöglichen, Fragen zu stellen, die nur jemand beantworten kann, der mit der Krankheit lebt. Dazu gehören das Verständnis alltäglicher Herausforderungen, die Diskussion der Krankheit mit der Familie und die Erkundung neuer Hobbys. Entscheidend ist, dass die gesamte Erfahrung so konzipiert wurde, dass sie barrierefrei ist, nur minimale technische Kenntnisse erfordert und natürliche, vertraute Interaktion in den Vordergrund stellt.
Ziel: Liv der Allgemeinheit zugänglich machen
Der Avatar wird derzeit von Menschen mit Demenz in einer kontrollierten Umgebung getestet, mit dem Ziel, ihn in Zukunft öffentlich zugänglicher zu machen. Die Entstehung des Projekts und die ersten Interaktionen wurden in Filmen festgehalten.
Beispiele, wie KI-Avatar Fragen von Demenzbetroffenen beantwortet
F: Ich vergesse immer wieder, meine Tabletten zu nehmen. Wie kann ich mir das merken?
A: Es kommt häufig vor, dass man vergisst, seine Medikamente zu nehmen. Vielleicht hilft es, eine Routine zu entwickeln, z. B. die Einnahme der Tabletten zu einer Mahlzeit oder jeden Tag zur gleichen Zeit. Sie können auch versuchen, einen Alarm oder eine Erinnerung auf Ihrem Telefon einzustellen. Es gibt auch Tablettenboxen, die nützlich sein können. Würde eine dieser Optionen zu Ihnen passen?
F: Wie spreche ich mit Freunden und Familie über meine Diagnose?
A: Mit Freunden und Familie über Ihre Diagnose zu sprechen, kann eine beängstigende Aufgabe sein, aber es kann auch helfen, Unterstützung und Verständnis zu finden. Erzählen Sie zunächst, wie Sie sich heute fühlen, und vielleicht auch ein wenig darüber, was Sie über Ihre Erkrankung gelernt haben. Ermutigen Sie sie, Fragen zu stellen, da dies ihnen helfen kann, zu verstehen, was Sie durchmachen. Es ist in Ordnung, ehrlich zu sein, wenn es um Ängste oder Bedenken geht. Glauben Sie, dass das hilfreich sein könnte?
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