Kognitive Förderung

Digitale Dienstleistungen grenzen Senioren aus

Die Bundesvereinigung der Senioren Assistenten (BdSAD) warnt vor einer digitalen Isolation älterer Menschen. Diese müssten stärker in digitale Förderprogramme eingebunden werden. Die Vorsitzende Carolin Favretto appelliert an Institutionen wie Behörden und Banken, bei der Umstellung ihrer Dienstleistung in den digitalen Modus Alternativangebote für ältere Menschen zu schaffen.

Seniorin und Betreuerin surfen im Internet mit einem Tablet
Nach Auffassung der BdSAD brauchen ältere Menschen dauerhafte Unterstützung, um sich in der digitalen Welt zurecht zu finden. Das könnten beispielsweise Schulungen sein, die von den Städten und Kommunen angeboten werden. Foto: AdobeStock/Auremar

„Teilhabe muss unabhängig von der Digitalisierung möglich sein. Sonst droht eine Spaltung der Gesellschaft. Institutionen wie Behörden und Banken müssen die älteren Menschen im Blick behalten, meint Favretto im Blick auf Filialschließung und die Zunahme von Online-Banking.

WLAN in Pflegeeinrichtungen und digitale Unterstützung sollten selbstverständlich sein

Alle Alten- und Seniorenheime müssten WLAN für ihre Bewohner anbieten. „Eine Netzanbindung in dieser Zeit sollte selbstverständlich sein und nicht die Ausnahme.“ Der Digitalisierungsschub in Deutschland durch Corona müsse nicht nur die Schulen, sondern auch die Einrichtungen für ältere Menschen erreichen.

Die BdSAD ist die Interessenvertretung qualifizierter Dienstleister, die begleitende Alltagsunterstützung für Senioren und Menschen mit Hilfebedarf anbieten.

Passend dazu: Ehrenamtliche machen Senioren fit für die digitale Welt