Demenz

Dem Korsakow-Syndrom betreuerisch begegnen

In vielen Altenpflegeeinrichtungen leben Menschen mit Korsakow-Syndrom, die gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern betreut werden, die an einer Alzheimer-Demenz leiden – die häufigste Demenzform. Doch Korsakow-Betroffene brauche andere Betreuungsansätze.

Senior beim Werkeln
Bei Korsakow-Betroffenen ist es wichtig, kreative Tätigkeiten zu fördern. Malen spielt beispielsweise dabei eine große Rolle, da dies auch dabei unterstützt, die Erkrankung zu verarbeiten. Foto: Werner Krüper

Korsakow beschreibt die Symptome als Folge von verschiedenen Erkrankungen. Inzwischen hat sich im heutigen Sprachgebrauch das Korsakow-Syndrom meistens für die Schädigung durch Alkohol durchgesetzt. Es ist eine irreversible Form der Gehirnschädigung.

Mitarbeitende in der Betreuung sollten sich mit der fehlenden Krankheitseinsicht auseinandersetzen und die Motivation bei dem Betroffenen wecken. Das empfiehlt Demenzexpertin Gudrun Schaade in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren. Zudem sei der Antrieb ist sehr verlangsamt. Es können sich laut Schaade auch motorische Ausfälle einstellen. „Hier sollte Sie darauf achten, dass diese Menschen Tätigkeiten des täglichen Lebens durchführen, wie Tisch decken, abräumen, auch abwischen oder Stühle richtig an den Tisch stellen“, empfiehlt die Ergotherapeutin im Bereich Demenz.

Ein wichtiger Punkt in der Arbeit mit Korsakow-Betroffenen ist die Tagesstrukturierung, der hier noch mehr Bedeutung zukommt, als in der Betreuung von Menschen mit Alzheimer-Demenz. Vor allem eignen sich der Expertin zufolge handwerkliche Tätigkeiten. „Der Korsakow-Betroffene kann in diesem Bereich sogar noch Neues erlernen. Durch Holzarbeiten, wie schmirgeln, sägen und hämmern, können beispielsweise motorische Fähigkeiten verbessert werden“, so Schaade. Gartenarbeit ist für Korsakow-Betroffene eine wichtige Aktivität, die zu mehr Bewegung führt.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Weitere Ideen für die Beschäftigung finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist für Abonnent:innen der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.