Demenz

Prof. Dr. Elmar Gräßel mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Der Wissenschaftler Prof. Dr. Elmar Gräßel ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt seine langjährige Forschung und sein ehrenamtliches Engagement im Bereich der Demenzversorgung.

Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder überreichte Prof. Dr. med. Elmar Gräßel bei einer Feierstunde im Neuen Museum in Nürnberg die Ehrung. Foto: Bayerische Staatskanzlei

Für seine langjährige wissenschaftliche und ehrenamtliche Arbeit im Bereich der Demenzversorgung und Angehörigenforschung wurde Prof. Dr. med. Elmar Gräßel mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Die Auszeichnung überreichte Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Rahmen einer Feierstunde im Neuen Museum Nürnberg, schreibt das Digitale Demenzregister Bayern in einer aktuellen Pressemitteilung.

Prof. Gräßel ist Leiter des Zentrums für Medizinische Versorgungsforschung sowie des Bereichs Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Erlangen. Er zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Persönlichkeiten in der nicht-medikamentösen Demenzforschung und der Entwicklung praxisorientierter Versorgungskonzepte.

Langjähriges Engagement für Menschen mit Demenz

Ein zentrales Anliegen seiner Arbeit ist die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz – unabhängig davon, ob sie zu Hause oder in einer Einrichtung leben oder eine Tagespflege besuchen. Zugleich legt Prof. Gräßel einen besonderen Fokus auf die Entlastung pflegender An- und Zugehöriger. Seit 2019 leitet er gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Kolominsky-Rabas das Projekt digiDEM Bayern, das digitale Lösungen für eine verbesserte Versorgung in Bayern entwickelt.

MAKS®-Therapie als praxisnahe Intervention

Ein wesentlicher Beitrag Prof. Gräßels zur nicht-medikamentösen Versorgung von Menschen mit Demenz ist die Entwicklung der MAKS®-Therapie. Die multimodale Aktivierungsmethode kombiniert motorische, alltagspraktische, kognitive und soziale Elemente. Ihre Wirksamkeit haben mehrere Studien nachgewiesen, unter anderem im Hinblick auf die Stabilisierung kognitiver Fähigkeiten und die Lebensqualität der Betroffenen. Inzwischen wird die MAKS®-Therapie auch international angewendet, etwa unter anderem in China, Norwegen und Mexiko. In Deutschland wurden bereits über 3.000 Fachkräfte in der Methode geschult.

Anerkennung für eine Lebensleistung

Ministerpräsident Dr. Markus Söder würdigte Prof. Gräßels jahrzehntelanges Engagement in einem persönlichen Schreiben: „Sie haben sich weit über das übliche Maß hinaus für unser Land eingebracht.“ Prof. Gräßel betonte bei der Verleihung die Bedeutung der Zusammenarbeit mit vielen Kolleg:innen in Forschung, Versorgung und Ehrenamt. „Nur im Team können nachhaltige Verbesserungen erreicht werden.“