Demenz

Wie Bewegung Demenz positiv beeinflussen kann

Regelmäßige körperliche Aktivität kann für Menschen mit Demenz wahre Wunder wirken. Physiotherapeut Dr. Tim Fleiner erklärt, worauf es dabei ankommt – auch in der Altenpflege.

Senioren bei der Sitzgymnastik
Seniorinnen und Seniore nehmen an einem Sitzgymnastik-Angebot teil. Foto: Werner Krüper

Wie Bewegung Demenz positiv beeinflussen kann: Regelmäßige Bewegung ist für Menschen mit Demenzerkrankungen wie Alzheimer von unschätzbarem Wert. „Durch körperliches Training werden nicht nur die Muskeln, sondern auch das Gehirn in Schwung gebracht“, sagte Fleiner. Laut Dr. Tim Fleiner, Physiotherapeut und Sportwissenschaftler, kann körperliche Aktivität die Symptome lindern, das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und die Lebensqualität verbessern. Studien zeigen, dass Bewegung die Durchblutung und Versorgung des Gehirns verbessert, entzündungshemmend wirkt und kognitive Funktionen stärkt. Untersuchungen würden darauf hinweisen, dass demenzbedingte Abfallstoffe in den Zellen besser abtransportiert werden, wenn sich die Patienten mehr bewegen, so Fleiner.

Demenz-Leitlinien empfehlen mehr Bewegung

Die neuen Demenz-Leitlinien empfehlen daher körperliche Aktivität für Menschen mit Demenz und leichten kognitiven Beeinträchtigungen. Geeignete Sportarten variieren je nach individuellen Voraussetzungen. Neben klassischen Übungen wie Kraft- und Ausdauertraining gewinnen auch Exergaming und Mind-Body-Übungen wie Yoga und Tai-Chi an Bedeutung.

Für mehr Bewegung im Alltag gibt Dr. Fleiner praxisnahe Tipps: Anknüpfen an alte sportliche Vorlieben, gemeinsame Aktivitäten mit Familie und Freunden sowie niederschwellige Bewegungsangebote können helfen, die körperliche und geistige Fitness zu fördern.

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