Kognitive Förderung
Studie: maßgeschneiderte virtuelle Erlebnisse fördern Wohlbefinden
Sieben deutsche, drei österreichische und drei Schweizer Heime waren an den Tests beteiligt und haben Daten über die Wirksamkeit virtueller Erlebnisse für die Aktivierung und das kognitive Training von Senioren gesammelt. Die neue Forschung des Kaleido-Projekts hat bestätigt, dass die VR-Technologie in der Altenpflege eine hervorragende Akzeptanz und Anwendung finden kann. Digitale Innovationen, die auf Erkenntnissen aus der Praxis aufbauen, können nicht nur die Lebensqualität von Senioren in Pflegeeinrichtungen verbessern, sondern auch die Beziehungen zwischen Klienten und Pflegepersonal oder die Moral des Teams.
Fragebögen und Tiefeninterviews zeigten, dass virtuelle Museums- und Konzertbesuche oder Ausflüge nach Wien, Luzern, Rügen und zu den Kühen auf der Alm auf große Resonanz gestoßen sind. In den Fragebögen bewerteten knapp 70 Seniorinnen und Senioren die virtuelle Aktivierung. Die Auswertungen haben bestätigt, dass die VR-Technologie, wenn sie auf die Bedürfnisse der Menschen zugeschnitten ist, ihnen viele Eindrücke vermitteln kann, die sie zu Hause vermissen, um ihr allgemeines Wohlbefinden sowie ihre geistige und körperliche Gesundheit zu fördern“, sagt Marek Hasa, Gründer des Aktivierungs- und kognitiven Trainingsgeräts Kaleido.
Orte mit persönlicher Verbindung besonders beliebt
Das größte Interesse bestand an Erlebnissen aus dem eigenen Land oder dem Kultur- und Sprachraum (DACH). Obwohl es nicht so ist, dass die Senioren hauptsächlich Inhalte direkt aus ihrer Region bevorzugen, wählten die Klienten nach Angaben des Pflegepersonals im Allgemeinen zuerst Orte aus, zu denen sie eine persönliche Verbindung haben – wo sie starke Erinnerungen haben. „Eine Klientin war von der Erfahrung mit den Schweizer Kühen bewegt, weil sie dadurch nach all den Jahren wieder in ihr Heimatland zurückkehrte. Eine andere hat bei einer Reise nach Luzern ihr Elternhaus gesehen und uns dadurch ihr ganzes Leben erzählt wie nie zuvor“, sagt Matej Sekerka, Mitarbeiter im Pflegeheim St. Franziskus in Menzingen.
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