Kognitive Förderung

Vorlesetag unterbricht Alltagsroutine

Am dritten Freitag im November findet der Bundesweite Vorlesetag statt. Initiiert haben ihn 2004 die Wochenzeitung DIE ZEIT, Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung. Ursprünglich war die Idee, die Lesekompetenz von Kindern zu fördern. Inzwischen ist der Aktionstag ist zu einem bundesweiten Lesefest geworden. Und das lässt sich auch für die Soziale Betreuung nutzen, wie Aktivieren-Expertin Dorothee Rottmann-Heuer vorschlägt. Ihr Tipp: „Machen Sie den Vorlesetag zu einem besonderen Termin in Ihrer Jahresplanung. Und bringen Sie lesefreudige Vorlesende und interessierte Zuhörende zusammen.“

Vorlesen, draussen, Foto: Werner Krüper
Foto: Werner Krüper

Die Stiftung Lesen stellt den Tag jedes Jahr den Tag unter ein bestimmtes Motto, schreibt die Pädagogin in der aktuellen Ausgabe von TP. In diesem Jahr lautet es „Gemeinsam einzigartig”. „Besprechen Sie im Team, ob Sie sich diesem Motto anschließen oder selbst ein Thema wählen. Dann natürlich die Überlegung, wer kommt als Vorleser in Frage“, so Rottmann-Heuer.  Dieser Tag ist bei Politiker:innen, Künstler:innen und anderen prominenten Personen relativ bekannt. Also warum nicht mal beim Bürgermeister, im Stadtrat oder bei den hiesigen Bundestags- oder Landtagsabgeordneten nachfragen? Ebenso kommen natürlich Angehörige, Freiwillige, der Gemeindepfarrer, lokale Prominenz als Vorleser in Frage.

Als Texte eignen sich der Expertin zufolge, eher mehrere kürzere als ein langer Text. Die ideale Vorlesezeit beträgt vier bis sechs Minuten. Die Texte sollten leicht verständlich und unterhaltsam sein und an der Lebenswirklichkeit und den Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner anknüpfen. Danach sollte Zeit für Fragen sein und sich ein Gespräch anschließen.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von TP. Weitere Hinweise und Arbeithilfen hält die Stiftung Lesen bereit.

Passend dazu von Dorothee Rottmann-Heuer: Wie Poesie den Betreuungsalltag bereichert