Demenz

Schulwettbewerb zu Demenz: Kreative Projekte ausgezeichnet

Der Schulwettbewerb der Deutschen Alzheimer Gesellschaft „Demenz: Hinsehen, helfen, handeln!“ fördert kreative Lösungen für den Umgang mit Demenz. Die prämierten Projekte reichen von VR-Anwendungen bis zu mehrsprachigen Büchern.

Virtual-Reality, begeisterte alte Dame testet VR-Brille
Im Projekt „VR gegen Demenz“
entwickelte das Gewinnerteam der Kategorie "Weiterführende Schulen" mithilfe von Virtual-Reality-Technik eine Möglichkeit, vertraute Orte aus dem Leben von Menschen mit Demenz virtuell erlebbar zu machen. (Symbolfoto)
Foto: AdobeStock/pressmaster

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz hat die Gewinner ihres bundesweiten Schulwettbewerbs 2024/2025 „Demenz: Hinsehen, helfen, handeln!“ bekanntgegeben. Laut der Gesellschaft beteiligten sich Schüler:innen der 7. bis 10. Klassen allgemeinbildender Schulen sowie Auszubildende von Pflegeschulen mit insgesamt 59 Projekten. Die sechs besten Beiträge wurden mit Preisgeldern von insgesamt 7.500 Euro ausgezeichnet.

Schirmherrin des Wettbewerbs ist Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die eingereichten Projekte umfassten ein breites Spektrum von technischen Anwendungen über künstlerische Darstellungen bis hin zu Konzepten für Bildung, Pflege und gesellschaftliche Aufklärung.

Innovative Projekte überzeugen Jury

In der Kategorie „Weiterführende Schulen“ ging der erste Platz mit einem Preisgeld von 2.000 Euro an das Arnold-Gymnasium in Neustadt bei Coburg (Bayern). Ihr Projekt „VR gegen Demenz“ nutzt Virtual Reality-Technik, um vertraute Orte aus dem Leben von Menschen mit Demenz erlebbar zu machen. Die Jury lobte die innovative Verbindung von Technik und Empathie.

Den ersten Platz in der Kategorie „Pflegeschulen“ und ebenfalls 2.000 Euro Preisgeld erhielt das Caritas Bildungswerk für Pflege und Gesundheit Ahaus (Nordrhein-Westfalen). Ihr „Mehrsprachiges interaktives Buch für Menschen mit Demenz“ überzeugte durch den einfühlsamen Umgang mit kultureller Vielfalt und den hohen praktischen Nutzen.

Wettbewerb fördert Verständnis und Engagement

Jurymitglied Prof. Dr. Janine Diehl-Schmid betonte: „Wer Demenz sichtbar macht, baut Berührungsängste ab. Genau das leisten die Projekte unserer Gewinnerteams: Sie schaffen Verständnis, fördern Teilhabe und machen Mut.“

Das Motto des Wettbewerbs „Demenz: Hinsehen, helfen, handeln!“ bildete die inhaltliche Grundlage der Beiträge:

  • „Hinsehen“ zielt darauf ab, die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz sowie deren Umfeld zu erkennen.
  • „Helfen“ fordert dazu auf, Unterstützungsmöglichkeiten zu entwickeln.
  • „Handeln“ steht für die praktische Umsetzung der Ideen im Alltag von Menschen mit Demenz.

Vielfältig besetzte Jury

Die Bewertung der Beiträge erfolgte durch eine interdisziplinär besetzte Jury. Zu den Jurymitgliedern zählten unter anderem Swen Staack, 1. Vorsitzender der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Prof. Dr. Janine Diehl-Schmid, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie Mitglieder des Beirats „Leben mit Demenz“.

Weitere Informationen zum Schulwettbewerb sind auf der Website der Deutschen Alzheimer Gesellschaft verfügbar.