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Seniorenrat: Großes Aufatmen in Heimen

Die Menschen in den Senioreneinrichtungen sind nach Auskunft des Landesseniorenrates in Baden-Württemberg von der Corona-Pandemie doppelt hart getroffen worden und können jetzt aufatmen. “Sie mussten zeitweise auf ihren Zimmern bleiben, es gibt bis heute kaum gemeinschaftliche Angebote, die Besuche von Angehörigen waren stark eingeschränkt. Am schlimmsten aber war, dass Menschen alleine gestorben sind”, sagte der Vorsitzende des Landesseniorenrats, Eckart Hammer, der Badischen Zeitung. Es gebe den Begriff des sozialen Todes, der vor dem körperlichen eintrete, sagte Hammer. “Einsame Menschen, das sagen Studien, haben aber tatsächlich auch eine deutlich kürzere Lebenserwartung als Menschen, die ein funktionierendes Netzwerk haben.”

Quarantäne
Foto: AdobeStock/bilderstöckchen Nach weitgehender Isolierung beginnen Menschen im Heim wieder aufzuatmen: Erste Schritte in Richtung Normalisierung sind möglich.

Es sei ein großes Aufatmen zu spüren, weil auch wieder angstfreie Kontakte möglich seien, vor allem auch mit Kindern und Enkeln. Die Durchimpfung dieser besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe sei annähernd erreicht. “Nun kommen die nächsten Schritte – zurück zu einer Normalisierung des Lebens. Man darf da auch den Aspekt der Zeit nicht vergessen. Gerade bei den Hochaltrigen sind die verbleibenden Tage, Wochen und Monate gewichtiger als bei den Menschen, die ihr Leben noch vor sich haben.”

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