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Gewerkschaften warnen: Aggressivität gegenüber Gesundheitspersonal wächst

Angesichts der sich weiter verschlechternden Corona-Lage haben Gewerkschaften vor einer wachsenden Aggressivität gegenüber Beschäftigten in Gesundheitsberufen gewarnt. Das berichtet der Evangelische Pressedienst (epd).

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Foto: Werner Krüper Anfeindungen und Drohungen gegenüber Beschäftigten aus dem Gesundheitswesen nehmen nach Angaben von Gewerkschaften zu.

Verdi-Gewerkschafterin Grit Genster erklärte mit Blick auf das Pflege- und Betreuungskräfte: „Wir beobachten, dass Patientinnen und Patienten aggressiver und ungehaltener reagieren als wir das bisher kannten. Das ist besonders bei der Durchsetzung von coronabedingten Hygiene-Maßnahmen wie Isolation, Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht oder bei PCR-Tests der Fall“, sagte sie den Funke-Zeitungen. „Mein Eindruck ist, dass die Aggressivität mit der Dauer der Pandemie weiter zunehmen wird und es in den nächsten Monaten weiter extrem angespannt bleibt.“

Auch Ärztinnen und Ärzte berichteten immer häufiger von Anfeindungen und Drohungen, sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Besonders diejenigen, die in der Öffentlichkeit für das Impfen werben, […] erleben oft direkte Bedrohungen“, so Johna.

Vor allem die verbale Gewalt habe laut Johna an Häufigkeit und Schärfe zugenommen. „Ich selbst habe bereits viele Drohmails bekommen. Ich bin gezwungen, praktisch täglich auf meinen Accounts bei Twitter und Facebook Personen zu sperren.“