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Ehepaar bringt Riesenspiel ins Pflegeheim

Dreimal im Monat kommen Rolf und Margit Mathes ins Alexander-Stift Zaberfeld. Ein selbst gebautes Riesenspiel macht „Mensch ärgere dich nicht“ für alle Bewohner:innen zugänglich.

Seniorenrunde am großen Spielbrett
Rolf Mathes (dritter von rechts) hat extra ein eigenes Spielfeld entworfen und gebaut, das auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner angepasst ist. Foto: Diakonie Stetten

Ehrenamt mit System

Rolf und Margit Mathes kommen dreimal im Monat ins Alexander-Stift der Diakonie Stetten in Zaberfeld – jeweils für etwa zwei Stunden. Auf dem Programm stehen Gesellschaftsspiele wie Binokel oder „Mensch ärgere dich nicht“. Der 73-jährige Rolf Mathes, ehemaliger Rettungssanitäter und Feuerwehrmann, suchte nach dem Renteneintritt eine sinnvolle Beschäftigung. „Ich komme aus dem Rettungsdienst und war auch bei der Feuerwehr. In meiner Rente habe ich eine sinnvolle Beschäftigung gesucht und bin auf das Alexander-Stift gestoßen“, erzählt er.

Selbst entwickelt, selbst gebaut

Als anfangs nur sechs Bewohner:innen am Spiel teilnahmen, machte sich Rolf Mathes Gedanken, wie er mehr Menschen einbeziehen könnte. Die Lösung: ein selbst entwickeltes, übergroßes Spielfeld im Format 60 mal 60 Zentimeter, mit drei Zentimeter großen Spielsteinen, die sich gut greifen lassen. Gemeinsam mit einer ortsansässigen Firma baute er das Spiel. „Die Spielflächen sind etwas vertieft, so dass die Spielsteine nicht so leicht umfallen. Die Felder und die Kegel habe ich selbst von Hand angemalt“, sagt Mathes. Gespielt wird mit zwei Würfeln statt einem, und wenn die erste Person ihr Ziel erreicht hat, beginnt die Runde neu – damit niemand untätig warten muss. Inzwischen nehmen zwölf Bewohner:innen regelmäßig teil, darunter eine Seniorin mit stark eingeschränkter Beweglichkeit.

Mehrwert für alle Seiten

Betreuungskraft Bettina Fehling, die im Alexander-Stift Freizeitaktivitäten organisiert und Ansprechpartnerin für Ehrenamtliche ist, schätzt das Engagement: „Ich bin sehr dankbar über das Engagement der beiden, denn sie bieten eine tolle Unterhaltung an. Wir sind auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen.“ Das Ehepaar Mathes sieht den Nutzen auf beiden Seiten: „Uns gefällt es, ein wenig Abwechslung in den Alltag der Menschen im Alexander-Stift zu bringen und wir genießen die Zeit hier ebenfalls jedes Mal“, so Rolf Mathes.

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