Kognitive Förderung

IT-Fachmann unterstützt Senioren beim E-Mail-Schreiben und Skypen

Seit acht Jahren bietet René Hirschfeld, IT-Spezialist aus Wehrheim im Taunus, Senior:innen ehrenamtliche seine digitale Assisten an. Dazu besucht er die Menschen regelmäßig im Pflegeheim und unterstützt beim Umgang mit Computern.

epd-Bild, Martin Hoecker
Der IT-Spezialist Rene Hirschfeld bringt Luitgard Obst Tricks und Kniffe auf ihrem PC bei. Seit mehr als 20 Jahren lernt die ehemalige Sekretaerin auf ihrem PC nicht nur Sprachen, sondern verwaltet auch Termine und schreibt E-Mails an ihre Toechter und Enkelinnen. Wenn es komplizierter wird, benoetigt die 92-Jährige allerdings Hilfe. Foto: epd-bild/Martin Hoecker

Auch der 101-jährige Gerhard Heymann ist darunter. „Ich habe etwa gelernt, meine Verabredungen über das Internet festzulegen, meine Termine zu verwalten und sogar Waren zu bestellen“, erzählt der frühere Großhandelskaufmann stolz.

Gerade während der Corona-Pandemie war und ist für die älteren Menschen der virtuelle Austausch über Skype oder Zoom mit ihren Angehörigen wichtig. „Senioren-Feuerwehr“ nennt Hirschfeld bezeichnenderweise seine Dienstleistung.

Wichtig: den Menschen die Angst nehmen, etwas kaputt zu machen

Für seine ehrenamtliche Beratungsarbeit benötige er sehr viel Geduld und Fingerspitzengefühl, berichtet der IT-Fachmann. Denn gerade ältere Menschen hätten große Angst, im Internet etwas „kaputt zu machen“. Deswegen sei es ihm wichtig zu zeigen, dass man im Netz nichts zerstören könne. „Man kann das Internet nicht löschen“, betont er. „Das Schlimmste ist, dass das Smartphone ins Waschbecken fällt.“

Bereits in frühen Jahren entdeckte Hirschfeld seine Liebe zur Computer-Technik und setzte seinen beruflichen Schwerpunkt auf Mitarbeiter-Schulungen. Er habe dabei festgestellt, dass ältere Menschen sich schwerer tun mit der digitalen Technik als jüngere. Auch sei ihm schnell klar geworden, dass Ältere Einzelschulungen benötigten, weil sie unterschiedliches Vorwissen mitbrächten.

Seine Motivation: „Mir macht es am meisten Freude, wenn ich sehe, dass es den Menschen Freude macht. Ich habe schon Situationen erlebt, wo Freudentränen vor dem WhatsApp-Video gekullert sind, weil die Enkeltochter, die in Norwegen wohnt, plötzlich auf dem Smartphone zu sehen war.“ (epd/apa)

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