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18. Jun 2015 | News

Zugang finden zu Menschen mit Demenz

Um Zugang zu Demenzbetroffenen zu finden, ist es notwendig, einfühlsam vorzugehen und ein paar Regeln zu beachten. Dann fällt es leichter, das Vertrauen dieser Bewohner zu gewinnen.

Bei einzelnen Bewohnern kann eine Therapiepuppe, die mit ihren Bewegungen zum Mitmachen einlädt, als Eisbrecher fungieren. Foto: Werner Krüper

Wichtig ist, das Vertrauen des Bewohners mit Demenz zu gewinnen, betont Autorin Bettina M. Jasper in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren. Oft liegt der erste Schritt im gemeinsamen Schweigen, weiß die Betreuungsexpertin. Ihr Tipp: Wer mit Demenzbetroffenen Kontakt aufnehmen möchte, sollte sich mit ihnen auf Augenhöhe begeben, sich am besten zu ihnen setzen. Ein nächster Schritt könnte sein zu signalisieren: Ich habe jetzt Zeit für Sie. Ich habe Interesse an Ihnen. Ich nehme Sie ernst. Jaspers Erfahrung hat gezeigt: Dafür braucht es nicht zwingend Worte. Blickkontakt zu suchen, eine dezente Berührung an der Hand oder eine Geste sind vielleicht willkommen. Eine Tasse Tee oder ein Glas Apfelschorle, gemeinsam geschlürft, könnten das Eis brechen. Eine Diskussion oder das Finden von Argumenten hingegen, sind im Umgang mit Demenzbetroffenen nicht zielführend.

Wie Sie in der Praxis Zugang zu Menschen mit Demenz finden können, erläutert Jasper anhand einer typischen Alltagssituation in ihrem Beitrag in der Rubrik "Demenz & Kommunikation" in der Maiausgabe von Aktivieren.

Maerchen fuer Menschen mit Demenz

Bücher

Märchen für Menschen mit Demenz

Aus der Kindheit vertraute Märchen wecken auch bei Menschen mit Demenz häufig Erinnerungen. Dr. Angelika B. Hirsch, Vizepräsidentin der europäischen Märchengesellschaft, bietet allen Interessierten eine fundierte Anleitung zum Einsatz von Märchen in der Altenhilfe. Ganz praktisch lässt sich anhand von 18 Beispielmärchen der Ablauf und die Struktur einer Aktivierungsstunde verfolgen. Basisinformationen zur Krankheit Demenz und zum Umgang mit erkrankten Menschen runden den Ratgeber ab. Fachkräfte des sozialen Dienstes, Betreuungsassistenten und pflegenden Angehörige profitieren von diesem kompakten Handbuch.

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