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24. Okt 2018 | News

Wissmann: "Person-zentrierte Pflege lässt sich nicht anordnen!"

Der Expertenstandard "Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz" fordert von Pflegefachkräften person-zentrierte Pflege ein. Doch eine solche werde sich "nicht plötzlich massenhaft in der Pflege durchsetzen", vermutet "Demenz Support"-Geschäftsführer Peter Wissmann in einem Beitrag in der aktuellen Altenpflege-Ausgabe.

"Ein Expertenstandard, der völlig losgelöst von den schwierigen Rahmenbedingungen der Praxis Forderungen formuliert, kann leicht Gefahr laufen, als abstrakte Gedankenspielerei abgetan und ignoriert zu werden": Peter Wissmann, Geschäftsführer von "Demenz Support" in Stuttgart.Foto: Demenz Support

Person-zentrierte Pflege als Haltung in den Köpfen und Herzen der Pflegenden zu verankern – dazu, so Peter Wissmann, bedürfe es "vor allem der massiven Unterstützung von Einrichtungen und Trägern in Form ganzheitlich ausgerichteter Organisationsentwicklungsprozesse, die alle Akteure – bis hin zu den betroffenen Menschen selbst – einbezieht".

Haltung könne man nicht anordnen. Eine person-zentrierte Haltung und Kultur zu enwickeln, sei ein anspruchsvoller Prozess, der viele Faktoren zu berücksichtigen habe. Hierzu biete der Expertenstandard allerdings "kaum Orientierungshilfen". Wissmann: "Ein Expertenstandard, der völlig losgelöst von den schwierigen Rahmenbedingungen der Praxis Forderungen formuliert, kann leicht Gefahr laufen, als abstrakte Gedankenspielerei abgetan und ignoriert zu werden."

Tipp: "Wie Sie person-zentriert pflegen" lautet der Titel eines Vortrags von Peter Wissmann und seiner "Demenz Support"-Kollegin Christina Kuhn auf den bevorstehenden AltenpflegeKongressen. Mehr dazu unter: www.ap-kongress.de

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