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13. Feb 2019 | News

Wie Freiräume die Selbstständigkeit fördern

Immer dann, wenn Ruhe und Zeitlassen dazu beitragen, dass Aufgaben selbst erledigt werden können, dann müssen wir uns darin üben, diese Zeit zu geben. Davon ist Betreuungs- und Hauswirtschaftsexpertin Martina Feulner überzeugt.

Wichtig sind Geduld und das Abwartenkönnen, zum Beispiel, wenn es um das Einparken des Rollators geht.

Foto: AdobeStock/kzenon

Insbesondere bei Alltagsroutinen, die jahrzehntelang selbstverständlich erledigt wurden, fällt es vielen Menschen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen schwer, diese einfach abzugeben. "Oft sind es Gewohnheiten, die weiter gepflegt werden wollen. Oder es geht um den Stolz, sich selbst zu zeigen, dass man für die Aufgaben des Alltags Lösungen findet. Interessant ist für mich immer wieder, wie Menschen kreativ Lösungen finden, um die Eigenständigkeit zu erhalten", führt Feulner im Expertentipp der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren aus.

Mit jedem Abgeben werde hingegen die eigene Hilflosigkeit deutlich, und die Abhängigkeiten von anderen Menschen würden größer, hat die Autorin erfahren. Sie appelliert an Betreuende, sich in Geduld zu üben: Sie ist zum Beispiel gefragt in Situationen, wie dem Einparken des Rollators oder beim Schließen eines Reißverschlusses.

Mehr dazu steht in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren. Sie kennen die Zeitschrift noch nicht? Dann sichern Sie sich Ihr kostenloses Probeexemplar.

Bei uns zu Hause

Spiele

Bei uns zu Hause

In Erinnerungen schwelgen und gemeinsam ein gemütliches Zuhause einrichten. Liebevoll gestaltete Möbel auswählen und über die "Kochhexe" oder den "Nierentisch" aus früheren Zeiten miteinander ins Gespräch kommen: All das und vieles mehr hält das Biografiespiel "Bei uns zu Hause" für die Mitspieler bereit. Einfach die "Zimmer" der Wohnung auslegen und schon kann es losgehen. Beim gemeinsamen Einrichten mit Möbeln und Dekorationsgegenständen plaudern die Teilnehmer über Erlebnisse rund um die Themen Wohnen, Arbeit und Freizeit. Neben den visuellen Reizen unterstützen biografische Fragekarten die Spielleitung: Wie sieht Ihr Lieblingssessel aus? Hatten Sie früher einen Kachelofen? Welche Blumen mögen Sie besonders? So gelingt es ganz nebenbei, mehr über die Lebensumstände der Teilnehmer zu erfahren. Und die fachkundigen "Inneneinrichter" sind sicherlich mit viel Spaß dabei!

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