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27. Jul 2018 | News

Studien belegen: regelmäßiges Spielen senkt Medikationsraten

Das Spiel schafft Raum für Freude und Lachen, fördert das soziale Miteinander und beeinflusst die Gesundheit positiv. Betreuungsteams können mit dem Einsatz von Spielen nur gewinnen – doch sie sollten maßgeschneidert sein.

Spielmaterial sollte so ausgewählt werden, dass es Menschen mit Demenz gerecht wird: Gut sind zum Beispiel kräftige Farben und Kontraste, einfache Motive, einfache und flexible Regeln und leicht zu reinigendes Material.

Foto: Gaby Hasler Herzberg

Gaby Hasler Herzberg hat sich als Pflegefachfrau und Spielpädagogin damit beschäftigt, wie ein Spiel passgenau auf den alten Menschen zugeschnitten wird. Sie unterstützt andere Menschen dabei, Spiele auf die Möglichkeiten von Menschen mit Demenz abzustimmen. "Ein Spiel, das aus seinem ursprünglichen Umfang und Regelwerk in seiner Alterstauglichkeit angepasst wird, ist nicht automatisch ein minderwertiges Spiel als sein Original", schreibt die Sozialpädagogin in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren. Es werde lediglich passend gemacht. Nur so könne es seinen Zweck erfüllen, größtmögliche Freude schenken, Kreativität, Geschicklichkeit und soziale Kompetenz fördern und sich somit auch gesundheitlich positiv auswirken. Erst so werde es zu einer adäquaten Methode für die Aktivierung von Menschen im Alter mit und ohne Demenz.

Neben dem Spiel selbst ist laut Hasler Herzberg die Grundhaltung der Betreuenden entscheidend: Spielerisches Aktivieren braucht Freiraum für das Sein und Handeln der Beteiligten. "Wenn sie das Spiel selber verändern oder mittendrin ein Gespräch beginnen, dann ist der höchste Grad an Eigenständigkeit und Aktivierung erreicht", so die Expertin.

Mehr zur Wirkung des Spielens sowie konkrete Spielideen zum Nachmachen gibt es in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren. Sie kennen die Zeitschrift noch nicht? Dann sichern Sie sich Ihr kostenloses Probeexemplar

Tipp: In unserem Shop finden Sie 63 Spiele, die auf die Bedürfnisse alter Menschen zugeschnitten sind.

Bei uns zu Hause

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Bei uns zu Hause

In Erinnerungen schwelgen und gemeinsam ein gemütliches Zuhause einrichten. Liebevoll gestaltete Möbel auswählen und über die "Kochhexe" oder den "Nierentisch" aus früheren Zeiten miteinander ins Gespräch kommen: All das und vieles mehr hält das Biografiespiel "Bei uns zu Hause" für die Mitspieler bereit. Einfach die "Zimmer" der Wohnung auslegen und schon kann es losgehen. Beim gemeinsamen Einrichten mit Möbeln und Dekorationsgegenständen plaudern die Teilnehmer über Erlebnisse rund um die Themen Wohnen, Arbeit und Freizeit. Neben den visuellen Reizen unterstützen biografische Fragekarten die Spielleitung: Wie sieht Ihr Lieblingssessel aus? Hatten Sie früher einen Kachelofen? Welche Blumen mögen Sie besonders? So gelingt es ganz nebenbei, mehr über die Lebensumstände der Teilnehmer zu erfahren. Und die fachkundigen "Inneneinrichter" sind sicherlich mit viel Spaß dabei!

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