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06. Apr 2016 | News

Sport und Demenz: Know-how aus beiden Bereichen vereinen

Damit auch Menschen mit Demenz die Möglichkeit haben, gemeinsam mit anderen in Bewegung zu sein, haben Demenz Support Stuttgart gGmbH und der Verein "Leben mit Demenz" in Minden-Lübbecke das Projekt "Was geht! Sport, Bewegung und Demenz" konzipiert und renommierte Einrichtungen zur finanziellen und ideellen Unterstützung gewonnen.

"Was geht!" steht für die Anstrengung, sport- und bewegungsbezogene Aktivitäten für all diejenigen zu öffnen, die mit altersverknüpften kognitiven Beeinträchtigungen oder einer Demenz leben.

Foto: Printemps/fotolia

Die Erfahrungen des Projekts in den drei Jahren seiner Laufzeit wurden auf der Tagung "Vielbewegt" im März in Frankfurt vorgestellt.

Bewegung und Sport halten eine breite Vielfalt an Chancen dafür bereit, ein gutes Miteinander von Menschen mit und ohne kognitive Beeinträchtigungen beziehungsweise Demenz auf den Weg zu bringen und zu verwirklichen. Dies ist eine der zentralen Botschaften aus dem Entwicklungsprojekt "Was geht! Sport, Bewegung und Demenz". Neben dem unter anderem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekt in Trägerschaft von Demenz Support Stuttgart waren mehrere Sport- und Bewegungsinitiativen und -projekte bei der Tagung vertreten, die Menschen mit Demenz ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellen und den Akzent auf die Schaffung von Teilhabechancen setzen.

"Vielbewegt" brachte Aktive und Entscheider aus der Welt des Sports und der Bewegung mit solchen aus dem Sozialbereich und der Altenhilfe zusammen. Erfahrungen aus den Projekten zeigen: gute Voraussetzungen für Sport- und Bewegungsangebote, die Menschen mit Demenz berücksichtigen und einbeziehen, sind insbesondere dann gegeben, wenn Verantwortliche aus beiden Bereichen vor Ort ihr Know-how und ihre Kompetenzen zusammenbringen. Die Akteure sind überzeugt: Ein solches Miteinander setzt die Bereitschaft voraus, sich auf den jeweils anderen Bereich einzulassen und sich auf einen Prozess des miteinander und voneinander Lernens einzulassen.

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