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18. Jul 2014 | News

Sehprobleme bei Senioren werden oft verkannt

Senioren sind von schwerwiegenden Augenerkrankungen besonders betroffen. Oft werden diese aber gar nicht erkannt oder mit anderen Krankheiten wie Demenz verwechselt. Einfache Hilfsmittel können die Lebensqualität verbessern.

Tageslichtlampen erleichtern das Sehen. Foto: Archiv

Unsicheres Gehen, Angst vor Bewegung, Stürze oder Probleme mit dem Erkennen von Kontrasten gehören zu den Anzeichen für eine Sehstörung. Augenerkrankungen bei Senioren werden oft nicht erkannt oder falsch eingeschätzt. In der Regel fehlt es schlicht an Sensibilität: Nicht selten würden Symptome von Sehstörungen etwa mit Anzeichen von Demenz verwechselt, erklärt Werner Lechtenfeld, Leiter des Projektes "Sehen im Alter" beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV).

Gerade in Pflegeeinrichtungen müssten Angehörige und Pfleger wachsam sein, betont Sabine Kampmann, Orthoptistin am Blindeninstitut Würzburg. Sie leitete in Unterfranken ein Projekt, bei dem Bewohner von 20 Seniorenheimen auf Augenerkrankungen getestet wurden. Fragen zur Lebensqualität standen ebenfalls im Fokus. Auch sie erzählt von Fällen, wo eine Brille Betroffene plötzlich wieder sehen ließ. Schlechtes Sehen führe oft zu Lethargie. "Auch sozialer Rückzug kann damit verbunden sein", erklärt Angelika Ostrowski, die beim DBSV Betroffene berät. Häufig meiden Menschen dann Begegnungen, weil sie Freunde und Bekannte nicht mehr erkennen. 

Im Alltag helfen sehbehinderten Menschen schon einfache Mittel, wie einfarbige bunte Tischdecken, sie sorgen gemeinsam mit weißem Geschirr für die nötigen Kontraste, damit das Essen und Trinken leichter fällt.

Therapiegang 3

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Therapiegang 3

Ideal für Einrichtungen, die mit frischem Wind immer wieder neue Anregungen präsentieren wollen: Das dritte, achtteilige Bilderset aus der Reihe "Therapiegang" belebt Flure wie Gruppenräume in stationären Einrichtungen. Neuer Wandschmuck und neues Therapieangebot: Alte Menschen verweilen, betrachten die Bildgeschichte "Rotkäppchen und der böse Wolf", erinnern sich und kommen ins Gespräch. Märchengestalten aus der Kindheit sprechen auch demenziell erkrankte Menschen an, setzen Gesprächsanreize für Senioren, Angehörige und Pflegekräfte.

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