Neben der Mobilität ist in der neuen Qualitätsprüfung besonders der Qualitätsaspekt "Unterstützung bei der Tagesstrukturierung, Beschäftigung und Kommunikation" für die Soziale Betreuung von Interesse.
Foto: Werner Krüper
17. Sep 2019 | News
Auch für die Soziale Betreuung gilt ab November: Gemäß der neuen Qualitätsanforderungen steht die Prozess- und Ergebnisqualität im Fokus der Qualitätssicherung. Einige Qualitätsindikatoren sind somit auch für die Soziale Betreuung relevant.
Neben der Mobilität ist in der neuen Qualitätsprüfung besonders der Qualitätsaspekt "Unterstützung bei der Tagesstrukturierung, Beschäftigung und Kommunikation" für die Soziale Betreuung von Interesse.
Foto: Werner Krüper
Für die Betreuung ist insbesondere der Qualitätsbereich eins "Erhalt und Förderung von Selbstständigkeit" bedeutsam, da sich in diesem Bereich im Wesentlichen die Ergebnisse von Betreuungsleistungen widerspiegeln. Beraterin Heike Jurgschat-Geer führt dazu in der Septemberausgabe der Zeitschrift Aktivieren aus: Es geht um drei Indikatoren, die durch fünf Kennzahlen ausgedrückt werden. Nummer eins ist die "erhaltene Mobilität", die differenziert für zwei Risikogruppen berechnet wird. Ebenfalls auf zwei Risikogruppen ausgerichtet folgt der Indikator "Erhaltene Selbstständigkeit bei alltäglichen Verrichtungen". Indikator Nummer drei ist die "Erhaltene Selbstständigkeit bei der Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte". Die Risikogruppen werden durch den Grad der kognitiven Beeinträchtigung definiert. Für die Erfassung und Berechnung wird das Begutachtungsinstrument mit den pflegefachlich konkretisierten Kriterien und der vierstufigen Skala aus dem Begutachtungsinstrument zur Erfassung der Pflegegrade benutzt.
Die Einrichtung nimmt für alle Bewohner im Abstand von sechs Monaten eine Einschätzung der Module vor. Die Berechnung und Auswertung erfolgt von einer zentralen Datenauswertungsstelle. Damit die so gewonnenen Zahlen interpretiert werden können, werden sie einem Vergleich unterzogen. Dabei bildet das durchschnittliche Ergebnis aller Einrichtungen in Deutschland den Referenzwert. Das Ergebnis der Einrichtung wird danach bewertet, wie nah es am Durchschnittswert liegt. Die Spanne reicht von weit unter dem Durchschnitt bis weit über dem Durchschnitt. Der Indikator dient im internen Qualitätsmanagement dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Mehr dazu und welche betreuerischen Aspekte in der ebenfalls neuen Qualitätsprüfung zum Tragen kommen, steht in der aktuellen Aktivieren. Sie kennen die Zeitschrift noch nicht? Dann sichern Sie sich Ihr kostenloses Probeexemplar.
Spiele
In Erinnerungen schwelgen und gemeinsam ein gemütliches Zuhause einrichten. Liebevoll gestaltete Möbel auswählen und über die "Kochhexe" oder den "Nierentisch" aus früheren Zeiten miteinander ins Gespräch kommen: All das und vieles mehr hält das Biografiespiel "Bei uns zu Hause" für die Mitspieler bereit. Einfach die "Zimmer" der Wohnung auslegen und schon kann es losgehen. Beim gemeinsamen Einrichten mit Möbeln und Dekorationsgegenständen plaudern die Teilnehmer über Erlebnisse rund um die Themen Wohnen, Arbeit und Freizeit. Neben den visuellen Reizen unterstützen biografische Fragekarten die Spielleitung: Wie sieht Ihr Lieblingssessel aus? Hatten Sie früher einen Kachelofen? Welche Blumen mögen Sie besonders? So gelingt es ganz nebenbei, mehr über die Lebensumstände der Teilnehmer zu erfahren. Und die fachkundigen "Inneneinrichter" sind sicherlich mit viel Spaß dabei!
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