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11. Jan 2016 | News

Projekt untersucht Wirkung von Kunst bei Demenz

Artemis heißt das Projekt, das aktuell im Frankfurter Städel-Museum durchgeführt wird. Der Schwerpunkt Altersmedizin des Frankfurter Universitätsklinikums will mit Hilfe von 60 Patienten und 60 Betreuern herausfinden, was Kunstbetrachtung und Kunsttherapie bei Demenz bewirken kann. 40 Paare haben bisher teilgenommen, weitere folgen.

Artemis-Projektteilnehmer bei der kreativen Arbeit mit Kunstvermittlern in den Atelierräumen des Städel Museums
Städel Museum, Frankfurt am Main.

Foto: Arthur Schall, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Die ersten Erkenntnisse stimmen die Wissenschaftler hoffnungsvoll. "Was sich verbessern kann, sind Kommunikation und Beziehung zwischen Patienten und Bezugsperson ebenso wie das subjektive Wohlbefinden", sagt der Projektverantwortliche, Arthur Schall. Positive Auswirkungen gebe es auch bei den belastenden Begleiterscheinungen der Demenz: "Apathische Patienten werden mobilisiert und unruhige oder aggressive ruhiger." Zu erwarten sei nicht, dass sich der Schweregrad der Demenz verringert.
Sechs Wochen lang kommt jeweils eine kleine Gruppe einmal wöchentlich ins Museum – für je eine Stunde Führung und eine Stunde Workshop. Sie beschäftigen sich immer mit einem anderen Thema: Frankfurt, Familie und Kinder, Stillleben, Gesichter, die Farbe Blau und abstrakte Kunst.
"Wenn die Worte fehlen und das Gedächtnis nachlässt, hilft Menschen mit leichter und mittelschwerer Demenz oft die nonverbale Kommunikation", erklärte Prof. Johannes Pantel, Direktor der Altersmedizin an der Frankfurter Goethe-Universität, als er das Projekt im Ärzteblatt vorstellte."Wir erwarten, dass kommunikative Fähigkeiten angeregt und verstärkt werden, dass Wohlbefinden und Lebensqualität aufrechterhalten und die Beziehungen innerhalb der Familie gefördert und stabilisiert werden." Dass Musiktherapie Demenzbetroffenen helfen kann, sei in vielen Studien nachgewiesen, sagt Pantel. Welchen Beitrag die Kunst leisten könnte, sei dagegen kaum erforscht.
Im Sommer werden die Daten ausgewertet, in der zweiten Jahreshälfte sollen die Ergebnisse in der Fachpresse publiziert werden.

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