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30. Dez 2019 | News

Menschen mit Demenz drücken Schmerzen anders aus

Leiden Menschen mit Demenz unter Schmerzen, braucht es einen speziellen Zugang, um diese zu beurteilen. Zielgruppenspezifische Schmerzeinschätzungen sollten hierbei auf lautsprachliche, mimische, verhaltensbedingte und physische Äußerungen der Betroffenen eingehen. Das betont Tobias Münzenhofer, Altenpfleger und Pflegedozent.

Bei kognitiv eingeschränkten Schmerzpatienten reichen die üblichen Schmerz-Assessments oft nicht aus, um Schmerzen erfassen und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.Foto: Werner Krüper

Die Schmerzschwelle, ab der ein Reiz als schmerzvoll wahrgenommen wird, und die Schmerztoleranz, sind laut dem Pflegeexperten je nach Demenzform unterschiedlich ausgeprägt. "Ist die persönliche Schmerztoleranz überschritten, wird diese bei Menschen mit kognitiven Störungen weniger durch die körpereigene Hemmung unterdrückt, wodurch eine deutlichere Schmerzmimik im Vergleich gesunder gleichaltriger zu erkennen ist", so Münzenhofer in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Altenpflege.

Durch den kognitiven Bedeutungsverlust, was ein Schmerz ist, können Demenzbetroffene auch andere unangenehme Empfindungen oder Gefühle für sich als Schmerzen interpretieren und entsprechend reagieren. "Es kann vorkommen, dass sie laut "Aua" rufen, wenn sie Angst haben, sich einsam fühlen oder zum Beispiel durch eine zu schnelle Bewegung erschrecken", schreibt Münzenhofer. Die Laute und die gemeinten Inhalte verlören ihre Verbindung.

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