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04. Nov 2016 | News

Klangschalen tun Körper und Seele gut

Klangschalen bringen mehr als nur Töne hervor. Ihre Vibrationen bringen den Körper zum Schwingen und Senioren wie Betreuende in Schwung. Kennzahlen belegen die positiven Wirkungen.

Klangschalen wirken: Menschen mit Demenz haben 35 Prozent weniger Psychopharmaka eingenommen, wie die Erfahrungen aus Bayern zeigen.

Foto: Rosemarie Bleil

Rosemarie Bleil ist Altenpflegerin und unter anderem Klangpädagogin in Pflege, Demenz und Palliativbegleitung. Als ehemalige Pflegedienstleitung der Bayerischen Roten Kreuz Servicegesellschaft (BRK) in Rosenheim mit 180 Bewohnern hat sie die Peter-Hess-Klangmethoden eingeführt und 28 Mitarbeiter aus Pflege und Betreuung ausbilden lassen, inklusive Hausmeister und Koch. Es wurde ein Konzept erstellt mit Standards, Nachweisdokumenten, Evaluationsbögen und Dokumentation und anschließend umgesetzt.

Seither hat die Gerontotherapeutin 19 Senioreneinrichtungen und Pflegediensten bei der Einführung des Konzeptes begleitet. "Wir haben eine Ist-Analyse einiger Bewohner erstellt, dann die einzelnen Anwendungen laut Standard durchgeführt und die Ergebnisse festgehalten", so Bleil. Anhand dieser Kennzahlen wurden einzelne Bewohner über drei Monate genau beschrieben bezüglich Verhaltensweisen, Pflege und Sozial-Alltag sowie Medikamentengabe.

Positive Veränderungen belegt

Nach diesen drei Monaten wurde wieder reflektiert: Bei den meisten Anwendungsgebieten der Klangschalen zeigten sich positive Veränderungen. So konnte belegt werden, dass 35 Prozent weniger Psychopharmaka bei Menschen mit Demenz verabreicht wurden. Bei der Obstipationsprophylaxe konnten 40 Prozent der Abführmittel reduziert werden. Unruhige Bewohner wurden ruhiger und die in sich gekehrten wurden wacher und nahmen wieder mehr am sozialen Leben teil.

Wie der Einsatz von Klangschalen sinnvoll gestaltet werden kann und worauf dabei zu achten ist, erläutert Bleil in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren.

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Wie erreicht man demenziell erkrankte Menschen? Mit dem "Bilder- und Fühlbuch" von Ulrike Mücke! Einfache, klare Abbildungen laden zum Betrachten und Erzählen ein. Auch der Tastsinn wird angesprochen, denn einige Alltagsgegenstände lassen sich "erfühlen". Vom porösen Material eines Schwamms bis zur rauen Oberfläche eines Reifens. Ob in der Einzelbetreuung oder der Gruppenstunde: Die Themen Haushalt, Badezimmer, Küche, Obst und Gemüse, Werkzeuge und Garten wecken Erinnerungen. Jede Abbidlung ist um biografische Fragen ergänzt. So starten Betreuungskräfte sofort und ohne Vorbereitung in vergnügliche Aktivierungsrunden.

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