Created with Sketch.

27. Feb 2017 | News

Eine Frage der Haltung

Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff ist in Kraft getreten. Seine zentralen Elemente sind die Selbstbestimmung des zu Pflegenden und die Förderung seiner Selbstständigkeit. Das erfordert von Pflegekräften, ein neues Pflegeverständnis an den Tag zu legen, das sich auch in der täglichen Arbeit widerspiegelt. 

Foto: Werner Krüper

Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff geht ein Paradigmenwechsel, also ein fundamentaler Wandel bei den Rahmenbedingungen für die Versorgung und Begleitung pflegebedürftiger Personen einher. Erstmals werden nicht nur körperliche, sondern auch kognitiv-psychische, kommunikative und verhaltensbezogene Beeinträchtigungen vollumfänglich berücksichtigt. Damit verbunden sind die neuen Begutachtungsrichtlinien, wonach statt drei Pflegestufen nun fünf Pflegegrade ermittelt werden. Das wirkt sich auf die Pflege aus, denn dieser Paradigmenwechsel beinhaltet auch, dass Denk- und Verhaltensmuster reflektiert und Handlungen entsprechend angepasst werden müssen.

Zunächst und vor allem sei das eine Frage der Haltung jeder einzelnen Pflegekraft, sagt Claudia Heim in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege. Nur von innen heraus, auf Grundlage der eigenen Einstellung, könne die Selbstbestimmung der zu Pflegenden beachtet und deren Selbstständigkeit gefördert werden – und zwar unabhängig vom Pflegegrad. Zur Veranschaulichung stellt die Autorin die zwei in diesem Zusammenhang aus ihrer Sicht entscheidenden Faktoren, nämlich die Beteiligung der alten Menschen sowie die konsequente Einbeziehung ihrer Lebenswelt, am Beispiel des BLUME-Prinzips vor. Dabei werde die Gestaltung der Pflege und Betreuung aus Richtung des Pflegekunden gedacht. Somit könne dessen Lebensqualität erhalten oder gefördert werden. Dieser Prozess beinhaltet eine regelmäßige Reflexion sowie eine wiederkehrende Evaluation der Lebenssituation und geht über das schematische Erstellen der Assessments im Rahmen der Expertenstandards hinaus, so Heim.

Therapiegang 2

Sonstiges

Therapiegang 2

Ideal für Einrichtungen, die mit frischem Wind immer wieder neue Anregungen präsentieren wollen: Das zweite, achtteilige Bilderset aus der Reihe "Therapiegang" belebt Flure wie Gruppenräume in stationären Einrichtungen. Neuer Wandschmuck und neues Therapieangebot: Alte Menschen verweilen, betrachten die Bildgeschichte "Hänsel und Gretel", erinnern sich und kommen ins Gespräch. Märchengestalten aus der Kindheit sprechen auch demenziell erkrankte Menschen an, setzen Gesprächsanreize für Senioren, Angehörige und Pflegekräfte.

Tags

Das könnte Sie auch interessieren!

0 Kommentare

Sie sind aktuell nicht eingeloggt.

Um einen Kommentar zu verfassen, melden Sie ich bitte an.

Login
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok