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05. Jun 2017 | News

Demenz verstehen und handeln

Wenn sich ein Mensch mit Demenz herausfordernd verhält, hat er einen Grund dazu. Diesem nachzugehen und ihn zu verstehen ist ein erster Schritt, um schwierige Verhaltensweisen aufzulösen. Aktivieren-Autorin Sarah Meusel gibt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Handlungsempfehlungen.

Betreuerin nimmt Bewohnerin in den Arm

Grundsätzlich sollten sich Betreuende eine validierende Haltung bewahren. Diese wertschätzende verbale und nonverbale Kommunikationsmethode eignet sich besonders für die Arbeit mit demenzerkrankten Menschen.

Foto: Werner Krüper

Hinter jedem Verhalten steckt laut Meusel ebenso eine Geschichte. Diese gelte es als Erstes herauszufinden. Menschen mit Demenz können sich meist noch sehr genau an ihre Kindheit oder Jugend erinnern. "Hier ist eine gute Beobachtungskompetenz gefragt", so die Ergotherapeutin. Ihr Tipp für Betreuende: "Achten Sie auf die Mimik, Gestik und auf den generellen nonverbalen Ausdruck in unterschiedlichen Situationen. So können Sie sehr gut abschätzen, was Ihr Bewohner mag oder ablehnt. Nutzen Sie dieses Wissen, um adäquat auf die individuellen Anliegen Ihrer Bewohner einzugehen."

Weiter empfiehlt die Sozialdienst-Leiterin, die Angehörigen einzubeziehen, da diese die Lebensgeschichte des Familienmitglieds oft gut kennen. "Beobachten Sie das Verhalten des Bewohners, und befragen Sie ebenfalls Kollegen."

Eine kontinuierliche Evaluation und Anpassung der biografischen Daten ist laut Meusel zwingend und innerhalb der Dokumentation systematisch festzuhalten. Nur so könnten Interventionen im Fall von herausfordernden Verhaltensweisen wirksam werden und einen positiven Effekt für alle Beteiligten mit sich bringen.

Sie kennen Aktivieren noch nicht? Dann sichern Sie sich Ihr kostenloses Probeexemplar.

Lesen Sie auch den Beitrag von Sarah Meusel zum Töpfern mit Bewohnern.

Buchtipp: Menschen mit Demenz verstehen, Marianne Eisenburger

Vertellekes - das neue

Spiele

Vertellekes - das neue (Spiel)

Das neue Vertellekes besticht durch farbenfrohe und noch besser zu unterscheidende Spielkarten, variable Spielfeldgestaltung durch auslegbare Karten, neue Themenbereiche wie Schlager- und Stichworträtsel, neue Fragen für bekannte Rätselarten wie Wortsammlung und Redensartenrätsel. Die erweiterte Spielanleitung erläutert neue Erkenntnisse in der Betreuung demenzkranker Menschen und erweitert die Sicht auf das Spiel und die Einsatzmöglichkeiten. Beieinandersitzen, sich etwas "vertellen", Geschichten erzählen: Das ist der Grundgedanke dieses Frage- und Antwortspiels für ältere Menschen. Das Spiel soll Anstöße geben zum Erinnern, Nachdenken, Schmunzeln und Singen. Ohne Versagensangst und Leistungsdruck nehmen die älteren Menschen Positives wahr, sehen ihre eigene Persönlichkeit und ihr Selbstwertgefühl gefördert, lernen sich gegenseitig kennen, haben ein Gemeinschaftserlebnis und tauschen Erfahrungen aus. Dieses Spiel ist in der Altenhilfe ideal und langfristig einzusetzen - bei minimaler Vorbereitungszeit.

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