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13. Feb 2017 | News

Biografiearbeit mit den Burgkirchner Stadtmusikanten

Die Bewohner des Caritas Seniorenheims Burgkirchen an der Alz haben ein Theaterspektakel auf die Bühne gebracht – und sind dabei über sich hinausgewachsen. Begleitet hat die Laienschauspieler ein professioneller Regisseur.

Bewohner auf der Bühne verkleidet in ihrer Rolle als Stadtmusikanten

Aus den "Bremer Stadtmusikanten" wurden die "Burgkirchner Stadtmusikanten", um einen direkten Bezug zu den Biografien der Akteure und zum Ort des Geschehens herzustellen.

Foto: Seniorenheim St. Rupert

Die Einrichtung veranstaltet schon seit drei Jahren ein Spektakel für Bewohner, Mitarbeiter, Angehörige, Ehrenamtliche und die interessierte Öffentlichkeit: jeweils mit einem unterschiedlichen Schwerpunkt aus Kunst und Kultur. 2016 hat Alexander Brandmeyer, Leiter der Sozialen Betreuung, den Schauspieler und Regisseur Stefan Ebeling aus Leipzig engagiert, um ein Theaterspektakel einzustudieren. Ebeling wollte schon lange "Die Bremer Stadtmusikanten", das Märchen der Gebrüder Grimm, mit betagten Laienschauspielern aufführen. Er entwarf ein Konzept, das sowohl die bayrische Geografie des Ortes Burgkirchen, als auch die Ressourcen vor Ort einbezog: eine Betreuungsassistentin, die gut Klavier spielt, studierte gemeinsam mit dem Bewohnerchor und dessen Leiterin, inspiriert durch die musikalischen Vorlieben der Bewohner, Lieder und Musikbegleitungen ein. Die Kunsttherapiegruppe unter Anleitung eines gelernten Künstlers und Kunsttherapeuten übernahm zum Beispiel die Gestaltung des Bühnenbildes.

Biografischen Bezug herstellen

Biografische Aspekte haben eine große Rolle gespielt, immer so, dass sie Bezug zum Stück nahmen. Die Auswahl des Stücks steht der Situation der Heimbewohner sehr nahe: In dem Märchen der Brüder Grimm sind alle Tiere sehr alt, sollen vom Hof gejagt oder sogar geschlachtet werden, weil sie zur Arbeit nicht mehr taugen. Stattdessen tun sich die Tiere zusammen, befreien sich, nicht nur von ihren alten Dienstherren, sondern auch von dem Vorurteil, dass sie zu nichts mehr nütze seien. Schließlich gelingt es ihnen, die Räuber zu vertreiben und eine neue Heimat zu finden.

Wie genau die Biografien der Bewohner in das Stück eingebunden wurden und auch andere Einrichtungen Theaterspiel zur Biografiearbeit machen können, ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren nachzulesen.

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