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02. Jul 2015 | News

Berliner ermöglicht Ausflüge per Fahrrad-Rikscha

Calle Overweg fährt Bewohner aus dem Seniorenzentrum Schöneberg der Immanuel Diakonie in einer Fahrrad-Rikscha spazieren. "Radeln ohne Alter" ist eine in Dänemark entstandene, inzwischen weltweite Initiative. Sie bringt körperlich noch gut bewegliche Menschen mit altersbedingt weniger beweglichen für Ausflüge zusammen.

Bestaunen gemeinsam die Natur im Park: Magdalene Strauß und Heinz Rouvaire aus dem Seniorenzentrum Schöneberg. Foto: Immanuel Diakonie

Die ehrenamtlichen Fahrradrikschafahrer radeln kostenlos.Calle Overweg hat die Idee nach Berlin gebracht. Seit einigen Wochen ist er nun mit den Bewohnern des Schöneberger Seniorenzentrums unterwegs. Der Dokumentarfilmemacher ist während einer Recherche über Fahrräder auf eine Rede von Ole Kassow (zu sehen auf Youtube) gestoßen. Er hat die Initiative in Kopenhagen ins Leben gerufen. "Seine Worte haben mich sehr berührt", sagt Overweg. "Ich war so beeindruckt, dass ich mich anschließend sofort bei ihm melden musste. Ich habe ein Interview auf einer Webseite gegeben und mich dabei sozusagen öffentlich dazu bekannt, Radeln ohne Alter nach Berlin zu holen", so der Rikscha-Fahrer. Man braucht viel Zeit und Energie, um eine Initiative wie diese in einer anderen Stadt lebendig werden zu lassen, gibt er zu und hat schnell ein kompetentes Team zusammengestellt. Zunächst hat er seine 95-jährige Tante gefahren. Sie hat eine künstliche Hüfte, die nicht mehr hält und die nicht mehr ersetzt werden kann. "Dadurch geht sie ganz mühsam am Stock", erzählt Overweg. Und Rollstuhlfahren sei halt auch nicht ganz so spaßig, wie auf einer Rikscha fahren.

Zum Einsatz kommt eine Christiania-Rikscha aus der Werkstatt des dänischen Fahrradbauers Christiania-Bikes, der für seine Lastenradkonstruktionen bekannt ist. Der extrem tiefe Einstieg ist wichtig, ein kleiner Motor hilft, wenn es mal bergauf geht. Momentan haben die Berliner nur ein Fahrrad, das, so Overbeck (E-Mail-Kontakt:rerhafdar@icloud.com), rund 5 000 Euro kostet und ist mit einer Lieferzeit von mindestens vier Monaten auch nicht so leicht zu bekommen sein.

Therapiegang 2

Sonstiges

Therapiegang 2

Ideal für Einrichtungen, die mit frischem Wind immer wieder neue Anregungen präsentieren wollen: Das zweite, achtteilige Bilderset aus der Reihe "Therapiegang" belebt Flure wie Gruppenräume in stationären Einrichtungen. Neuer Wandschmuck und neues Therapieangebot: Alte Menschen verweilen, betrachten die Bildgeschichte "Hänsel und Gretel", erinnern sich und kommen ins Gespräch. Märchengestalten aus der Kindheit sprechen auch demenziell erkrankte Menschen an, setzen Gesprächsanreize für Senioren, Angehörige und Pflegekräfte.

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