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28. Mrz 2022 | Fortbildung

Wie Betreuende sich selbst besser führen

Während die klassische Führung darauf fokussiert ist, die Mitarbeitenden zu bestmöglichen Leistungen zu motivieren, die Selbstständigkeit zu fördern und ihnen ein Arbeitsumfeld zu schaffen, um ihre Potenziale zu entfalten, hat Selfleadership dieselbe Intention, nur dass hier der Bezug auf die eigene Person gerichtet ist. Dabei ist es egal, welchen beruflichen Titel jemand hat, oder ob er oder sie die Betreuungsleitung ist.


Frau schreibt in ein Buch, Foto: Sarah Mueller-Sixer
Wer das an sich selbst beobachtete Verhalten schriftlich festhält, erhält eine andere Perspektive auf die Dinge, die sonst nur in den Gedanken herumkreisen.
Foto: Sarah Müller-Sixer

Ergotherapeutin und Wirtschaftspsychologin Sarah Müller-Sixer gibt Betreuungskräften zum Auftakt einer vierteiligen Reihe in Aktivieren einen ersten Einblick in die Grundsätze und Potenziale der Selbstführung.

Besonders in der Sozialen Betreuung sind Flexibilität, Eigeninitiative und lösungsorientiertes Handeln gefragt – und zwar von Führungskräften und Mitarbeitenden, weiß Müller-Sixer, die selbst mehrere Jahre ein Betreuungsteam geleitet hat. Abläufe werden komplexer, die Zeit knapper. "Auch privat sind wir gewissen Rollen verpflichtet. All die Anspruchshaltungen an die eigene Person erfordern ein hohes Maß an Selbstführung", so die Expertin.

Selbstbeobachtung gegen Automatismen

Sie nennt die Einzelschicksale der zu betreuenden Menschen oder auch die oftmals straffen und unflexiblen Rahmenbedingungen, unter denen die Arbeit durchgeführt wird. "Der Überfluss an Möglichkeiten macht es uns ebenfalls manchmal schwer, Informationen zu filtern. Daher schaltet unser Hirn oftmals auf Automatik. Alles läuft automatisch, aber nicht bewusst ab", so Müller-Sixer. Wenn dann Stress, Überforderung und schlechte Laune übernehmen, kommt die Selbstbeobachtung zum Tragen, um wieder aktiv ins Handeln zu kommen und das Steuer zu übernehmen.

Wie das geht, steht in der aktuellen Aktivieren und in den kommenden drei Teilen der Serie in den nächsten Ausgaben der Zeitschrift.

Passend dazu: Impulse aus der Krise schöpfen

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Die Soziale Betreuung gewinnt immer mehr an Bedeutung im Pflegealltag. Betreuungskräfte nach §43b müssen koordiniert werden. Alle Beteiligten sind gefordert Tag für Tag neue Konzepte und individuelle Betreuungsangebote zu entwickeln, um die Senioren zu begeistern. Doch woher immer wieder aufs Neue frische Ideen nehmen? Wie lässt sich Abwechslung in den Betreuungsalltag bringen und die Kreativität anregen?

Aktivieren - das Magazin für die Soziale Betreuung unterstützt Sie dabei: Mit Ideen und farbenfrohen Beispielen, die Sie bei der Organisation Ihrer Angebote entlasten und Ihnen neue Impulse für den Betreuungsalltag geben.

Weitere Informationen zum Abonnement siehe unten oder unter aktivieren.net/zeitschrift/aktivieren_abonnement.

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