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19. Apr 2021 | Angebotsplanung

Gesundheitsförderung, die Spaß macht

Die Gesundheitsempfehlungen und Therapievorschläge des Pfarrers Sebastian Kneipp haben bis heute nichts an ihrer Bedeutung eingebüßt. Die Zeitschrift Aktivieren widmet dem Thema eine vierteilige Serie, die in der aktuellen Ausgabe begonnen hat. Mechthild Hilber-Hackbarth, die im Haus St. Maria Immaculata in Essen das Kneipp-Projekt koordiniert, zeigt auf, wie die Arbeit nach Kneipp aufgebaut ist und welche Vorteile dadurch für Bewohner und Mitarbeiter erreicht werden.


Foto: Haus St. Maria Immaculata
Smoothies aus selbstgezogenen Wildkräutern und Fruchtschorlen sorgen für gesunde Abwechslung beim Trinken.
Foto: Haus St. Maria Immaculata

Das Altenpflegeheim Haus St. Maria Immaculata (HSMI) in Essen hat seine Arbeit ganz an dem Konzept des „Gesundheitspfarrers“ ausgerichtet. Die Einrichtung der Nikolaus Groß Stiftung ist für ihr Kneipp-Konzept zertifiziert und mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden.
Jeder neue Bewohner macht gleich am ersten Tag Bekanntschaft mit der Kneipp-Philosophie: Als Willkommensgeschenk bekommt er statt Blumen ein Kneipp-Begrüßungspaket überreicht. Das enthält ein Kneipp-Waschtuch, eine Massagebürste und ein duftendes Kräutersäckchen – die Grundausstattung für wohltuende und belebende Kneippanwendungen.

Der Vormittag ist beispielsweise für die körperliche und geistige Beweglichkeit da, wie es Hilber-Hackbarth beschreibt: Kraft und Balancetraining in der Gruppe, Einzelübungen in der Fitnessecke oder am Bett, Laufen zu den Bewegungsstationen im Garten. "Diese Angebote fordern die Bewohner und dienen gleichzeitig der Kommunikation untereinander", so die Projektleiterin. Geistige und körperliche Beweglichkeit gehören zusammen und ergänzen einander, ist man in Essen überzeugt. "Zum ganzheitlichen Gedächtnistraining kann zum Beispiel ein schöner Kräuterspaziergang werden, bei dem man unterwegs an der frischen Luft seinen Körper fordert, aber auch in Ruhe verweilt, Kräuter anschaut und sich über die Namen und ihre Anwendung austauscht", empfiehlt di Expertin. So sollen die Sinne angeregt werden, indem Bewohner den Duft der Kräuter wahrnehmen und auch einmal etwas probieren.
Welche weiteren, vielfältigen Maßnahmen den Kneipp-Tag in Essen strukturieren, steht in der aktuellen Aktivieren.

Weitere Ideen für die Beschäftigung finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist für Abonnenten der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.

Das Pflanzenbuch

Bücher

Das Pflanzenbuch

Die Gartenarbeit weckt besonders bei alten Menschen positive Erinnerungen und Gefühle. Studien belegen außerdem, dass sich Grünräume sehr gesundheitsförderlich auf das Wohlbefinden auswirken. Das Pflanzenbuch zeigt für jede Woche im Jahr unterschiedliche Themen und Ansätze, wie sich der Pflegealltag etwas "grüner" gestalten lässt. Vom Alpenveilchen und Gänseblümchen über den Lavendel bis hin zum Kürbis. Die Autorinnen Andrea Friese und Anne Halbach liefern über das "Gärtnern" hinaus zahlreiche Gesprächsimpulse, Sprichworträtsel, biografische Fragen und Texte zum Vorlesen. Beim geselligen Beisammensein wird nicht nur "gearbeitet", sondern auch gescherzt, gelacht oder gesungen.

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