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25. Mrz 2021 | Kognitive Förderung

Gestörter Geruchssinn: Riechtraining unterstützt Genesung

Störungen des Geruchssinns zählen zu den häufigsten Begleiterscheinungen einer Infektion mit dem Coronavirus. Aber auch mit zunehmendem Alter nimmt die Riechfähigkeit des Menschen ab. Ein gezieltes Training mit ätherischen Ölen kann helfen, die Nase zu reaktivieren und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich zu verbessern.


Foto: Werner Krueper
Gerüche wahrnehmen zu können, ist eine wertvolle Ressource. Diese lässt sich mit Riechtraining stärken - nicht nur nach überstandener Corona-Infektion.
Foto: Werner Krüper

Ursache für die meist zeitlich begrenzt auftretende Störung des Geruchssinns bei einer Corona-Infektion sind Schädigungen (Läsionen) der Riechzellen durch das Virus. Während die Beeinträchtigung bei manchen Erkrankten nur leicht ist, reichen sie in anderen Fällen bis zum vollständigen Verlust des Geruchssinns.

"Gegen dieses Problem ist ein Kraut, oder besser gesagt, ein Duft gewachsen", sagt Aromatherapie-Expertin Uschi Damith beim Hersteller Primavera. "Der Geruchssinn lässt sich mithilfe ätherischer Öle lebenslang trainieren und dadurch auch verbessern." Sie empfiehlt ein Riechtraining in drei Stufen:

  1. Schnuppern an intensiven Düften: In der ersten Stufe geht es darum, intensive Gerüche wahrzunehmen. Uschi Damith empfiehlt, sich dafür drei bis vier verschiedene, möglichst intensiv riechende Duftstoffe auszusuchen. Empfehlenswert sind ätherische Öle wie Rosengeranie, Eukalyptus, Pfefferminze, Limette und Zitrone. Aber auch Zimt, Nelke, Ylang Ylang oder Nadelöle sind geeignet. In Einmachgläsern können die Duftproben etwa auf Watte, Riechstreifen oder Vliesen gut verschlossen aufbewahrt werden.
  2. Ausweitung des Duftrepertoires: feinere Düfte werden aufgenommen, auch solche, die relativ ähnlich sind, etwa die ätherischen Öle von Zitrone, Limone, Orange und Grapefruit aus der Gruppe der Zitrusöle.
  3. Blindtraining: Hier geht es darum, Düfte mit geschlossenen Augen zu identifizieren.

Hirn und Nase brauchen etwas Zeit, um sich auf das Training einzustellen. Daher kann das Vorgehen laut Expertin möglichst über einen längeren Zeitraum hinweg täglich durchgeführt werden.

Passemd dazu: Heilenden Düften auf der Spur sowie unsere Videoserie zur Wahrnehmungsförderung

 

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