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09. Mrz 2021 | Angebotsplanung

Geriaterin empfiehlt regelmäßige Treffs im Heim gegen Depressionen

Das letzte Jahr war für viele Menschen in Pflegeeinrichtungen von Isolation geprägt, oft auch in der Einrichtung selbst. Ein häufiges Symptom der Isolation sei, dass vor allem die Menschen, die zuvor schon krank waren und vergleichsweise wenige soziale Kontakte hatten, in Depressionen fielen, sagte die Geriaterin und Oberärztin am Südstadtklinikum Rostock, Kristin Zimmermann, der dpa.


Foto: AdobeStock/monkey business
Bereits 2018 hatten Psychologen der Uni Frankfurt ein "eklatantes Behandlungsdefizit" bei Depressiven in Altersheimen ausgemacht.
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Im Zuge der weitgehenden Durchimpfung von Alters- und Pflegeheimen sollten deren Betreiber aus Expertensicht dringend die geistige und körperliche Mobilisierung der Bewohner vorantreiben. In den vergangenen Monaten hätten die Senioren oft ein Leben in Isolation führen müssen, so die Geriaterin.

Es sei bedauerlich, dass es kaum aktuelle Studien zu dem Problem der Isolation von Senioren in der Pandemie und den Folgen gibt, sagte Zimmermann. Psychologen der Uni Frankfurt rechneten bereits 2018 bei den über 65-Jährigen in Pflegeheimen mit einem Anteil von 25 bis 45 Prozent Depressiven. Allerdings bekämen nur 40 Prozent von ihnen überhaupt eine Diagnose, von diesen wiederum werde maximal die Hälfte adäquat behandelt.

Wie Zimmermann weiter sagte, sollten die Betreiber der Einrichtungen Treffs oder Ausflüge im Freien organisieren. Auch Physio- oder Ergotherapie gehörten zu den Programmpunkten, die im Rahmen des Lockdowns teilweise zum Erliegen gekommen sind.

Passend dazu: Seniorenverbände fordern Rückkehr zur Normalität.

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