Created with Sketch.

19. Feb 2021 | News

Patientenschützer: Impfschutz in Pflegeheimen noch löchrig

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt vor einem mangelnden Impfschutz in Pflegeheimen. Zwar habe bereits die Hälfte der rund 910.000 Pflegeheimbewohner eine zweite Impfdosis erhalten, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Doch 200.000 Pflegeheimbewohner seien bisher noch nicht geimpft.

Foto: Deutsche Stiftung Patientenschutz
"Die Impfung ersetzt aber nicht einen sicheren Infektionsgrundschutz, tägliche Schnelltests und laborgestützte PCR-Tests zweimal wöchentlich", unterstrich der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch.
Foto: Deutsche Stiftung Patientenschutz

Außerdem würden kontinuierlich neue Pflegebedürftige einziehen, die oft noch gar kein Impfangebot erhalten hätten. "Damit wird klar, mit den jetzt zwei aufsuchenden Impfterminen ist es noch lange nicht getan", mahnte Brysch. Daher seien in diesem Jahr monatliche Einsätze von mobilen Teams in den 12.000 Einrichtungen nötig.

"Offensichtlich ist der Impfschutz in der stationären Altenpflege weiterhin sehr löchrig", sagte Brysch. Für eine Anpassung der Impfstrategie in den Pflegeheimen hätten Bund und Länder offenkundig keine Pläne. Ihr Fokus liege allein auf den Impfzentren, kritisierte der Patientenschützer. "Die Impfung ersetzt aber nicht einen sicheren Infektionsgrundschutz, tägliche Schnelltests und laborgestützte PCR-Tests zweimal wöchentlich", unterstrich Brysch. Ein Geimpfter sei nicht immun und könne das Virus weitergeben. Schwere Krankheitsverläufe oder das Sterben nach einer Covid-19-Infektion müssten unter den Pflegeheimbewohnern verhindert werden. "Auch alte Menschen brauchen eine Perspektive, mit dem Virus zu leben", mahnte er.

Passend dazu: Hälfte der Pflegeheimbewohner jetzt zweifach geimpft

Aktivierung auf Entfernung

Bücher

Aktivieren auf Entfernung

Corona macht erfinderisch. Andrea Friese und Bettina M. Jasper stellen ein Konzept für die Aktivierung von Senioren per Post und Telefon vor. Die Gedächtnistrainerinnen ermutigen und unterstützen Sie als Betreuungskraft mit vielen kreativen Ideen, Tipps und Checklisten zu organisatorischen Fragen. So gelingt es Ihnen leichter, den Kontakt zu Ihren Senioren zu halten, wenn ein Treffen in der Seniorengruppe oder Tagespflegeeinrichtung nicht möglich ist. Ob Sie Aufgaben-Postkarten versenden, mit einem Hörquiz oder einer Bewegungsübung am Telefon aktivieren, ein Vorlese-Tandem organisieren oder neue Techniken wie Skype oder Zoom ausprobieren: Sie schenken älteren Menschen Lebensfreude, brechen Einsamkeit und Isolation auf, unterstützen Senioren dabei, körperlich und geistig fit zu bleiben. Die Übungen eignen sich natürlich auch für Einzel- und Gruppenaktivitäten in der Präsenzbegegnung.

Das könnte Sie auch interessieren!

0 Kommentare

Sie sind aktuell nicht eingeloggt.

Um einen Kommentar zu verfassen, melden Sie ich bitte an.

Login
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok