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22. Sep 2020 | Demenz

Demenzbetroffene erzählen Geschichten

Unter dem Motto „Forget Memory – Try Imagination” ermöglicht die Methode TimeSlips™ Teilnehmenden, sich mit in den kreativen Prozess des Geschichtenerzählens einzubringen. Das ermöglicht Teilhabe und versetzt die alten Menschen in die Rolle des Geschichtenerzählers.


Seniorin hält Foto hoch
Ein Foto ist jeweils die Grundlage, die die Phantasie von Jung und Alt beflügelt und woraus sich Geschichten entspinnen.
Foto: Jeanette Wäldin

Als TimeSlips™ Certified Facilitator hat Aktivieren-Autorin Jeanette Wäldin an einer Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz führte bereits 2016 die Geschichtenwerkstatt als sinnstiftendes Angebot in die Gruppe eingeführt. Sie nutzt diese Methode der Geschichtenwerkstatt auch als Facherzieherin für Sprachförderung und Sprachheilpädagogik ebenfalls mit Kindergartenkindern. In Form einer generationenübergreifenden Verbindung über Geschichten und über die räumliche Entfernung von 60 Kilometern zwischen beiden Gruppen hinweg ist das Projekt „Lebenswissen” entstanden.

In beiden Gruppen – Jung und Alt – steht laut Wäldin der inklusive Gedanke im Mittelpunkt und beschreibt es so: "Jeder und jede kann mitmachen und sich mit den im aktuellen Moment vorhandenen Möglichkeiten beteiligen. Es gibt kein Richtig und kein Falsch! Alles Gesagte trägt zum Entstehen der gemeinsamen Geschichte bei." Beide Altersgruppen reagieren nach ihrer Erfahrung in der Geschichtenwerkstatt ähnlich: "Sie gleichen sich im Erzählstil, in ihren Gedankengängen und Schlussfolgerungen, in ihrer überschwänglichen Begeisterung zum freien Erzählen und in ihrer schier unendlichen Phantasie", schreibt Wäldin in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren.
"Menschen mit Demenz blicken auf ein langes Leben zurück, in dem sie vielfältige Erfahrungen sammeln konnten. Auch wenn ihr Gedächtnis dieses Wissen teilweise nicht abrufen kann – im Herzen ist all das Wissen vom und über das Leben vorhanden."

Wie Sie Ihre eigene Geschichtenwerkstatt etablieren, das erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren.
Weitere Ideen und vielen anderen Themen gibt es in der Ideendatenbank von AktivierenPlus. Abonnenten haben nach einmaliger Registrierung automatisch Zugriff.


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Die Soziale Betreuung gewinnt immer mehr an Bedeutung im Pflegealltag. Betreuungskräfte nach §43b müssen koordiniert werden. Alle Beteiligten sind gefordert Tag für Tag neue Konzepte und individuelle Betreuungsangebote zu entwickeln, um die Senioren zu begeistern. Doch woher immer wieder aufs Neue frische Ideen nehmen? Wie lässt sich Abwechslung in den Betreuungsalltag bringen und die Kreativität anregen?

Aktivieren - das Magazin für die Soziale Betreuung unterstützt Sie dabei: Mit Ideen und farbenfrohen Beispielen, die Sie bei der Organisation Ihrer Angebote entlasten und Ihnen neue Impulse für den Betreuungsalltag geben.

Weitere Informationen zum Abonnement siehe unten oder unter aktivieren.net/zeitschrift/aktivieren_abonnement.

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