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15. Sep 2020 | Demenz

Projekt untersucht Folgen sozialer Abschottung

Der Gießener Soziologe Prof. Reimer Gronemeyer hat im April das Projekt "Corona und Demenz" gestartet. Jetzt stehe fest: Die soziale Abschottung sei für Demenzbetroffene dramatischer als für alle anderen Gruppen gewesen und dürfe sich deshalb nicht wiederholen.

traurige alte Dame
Die Erfahrung, plötzlich keinen Besuch mehr zu bekommen, war für viele Menschen mit Demenz nicht nachvollziehbar.
Foto: Werner Krüper

Mit einem Aufruf vor fünf Monaten hatten der Wissenschaftler und sein Team Betroffene – sowohl Angehörige als auch Mitarbeiter aus Altenpflegeeinrichtungen – gebeten, von der Situation, den damit einhergehenden Problemen und Schwierigkeiten zu erzählen. Die Resonanz war sehr gut. Beispiel zeigten, so Gronemeyer gegenüber der Wetterauer Zeitung, dass Menschen mit Demenz die Situation oft nicht verstanden hätten, insbesondere die soziale Isolation.

Der Soziologe betont: Trotz der fatalen Entwicklung dürfe es jetzt in keinem Fall um Schuldzuweisungen gehen. "Es war eine Situation der Panik und eines großen Entsetzens. Da ist vielleicht manches auch zu radikal gemacht worden." Umso wichtiger sei es, nun Wege zu finden. Sein Fazit, unabhängig davon, wie sich das Infektionsgeschehen entwickele: "Es darf sich unter keinen Umständen wiederholen, dass das fundamentale Bedürfnis nach Nähe und Kontakt einfach abgeschaltet wird.

 

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